Wohlen

Sponsorensuche für das Strohmuseum von Wohlen ist erfolgreich

Das Strohmuseum in der Villa Isler in Wohlen erhält Beiträge von der Vontobel-Stiftung und vom Bund.  BA

Das Strohmuseum in der Villa Isler in Wohlen erhält Beiträge von der Vontobel-Stiftung und vom Bund. BA

Die Sponsorensuche für das Strohmuseum war erfolgreich. Der Kanton Aargau und zahlreiche Stiftungen und selbst die Vontobel-Stiftung und Bundesamt für Kultur leisten Beiträge zum Umbau des Strohmuseums von Wohlen.

Der Baubeginn für das Freiämter Strohmuseum in der Villa Isler in Wohlen rückt näher: Der offizielle Spatenstich findet am Montag, 13. Februar 2012, statt. Das teilte Gemeindeammann Walter Dubler an der Ortsbürgergemeindeversammlung mit. Der Gemeinderat wird das Baugesuch voraussichtlich am nächsten Montag bewilligen.

Weitere Beiträge zugesichert

Das Museumsprojekt geniesst im ganzen Land grosse Aufmerksamkeit. Der Kanton Aargau und zahlreiche Stiftungen unterstützen den geplanten Umbau der Villa Isler mit über drei Millionen Franken. So verkündete Dubler, der sich persönlich stark für die Sponsorensuche engagiert, dass auch die Vontobel-Stiftung in Zürich einen Beitrag von 100000 Franken gesprochen habe. Das Geld sei bereits überwiesen worden. Die 100000 Franken sind für das Teilprojekt der Museumspädagogik im ehemaligen Rossstall der Villa Isler bestimmt. Mit ihrer Unterstützung will die Vontobel-Stiftung dazu beitragen, dass das Wissen über die Strohindustrie bewahrt der Öffentlichkeit vermittelt und nachhaltig gefördert werden kann.

Neben der Vontobel-Stiftung hat sich auch das Bundesamt für Kultur bereit erklärt, einen Beitrag von 89000 Franken an das Strohmuseum zu sprechen. In einer zweiten Tranche soll noch mehr Geld vom Bund nach Wohlen fliessen. Aber davon rede der Gemeinderat erst, «wenn es konkret ist», sagte Dubler. Der Umbau der Villa Isler kostet 4,5 Millionen Franken. Insgesamt wurden bisher Beiträge von 3,224 Millionen Franken gesprochen.

Villa Isler wird behindertengerecht

In der öffentlichen Auflage konnte das Projekt laut Dubler so weit verbessert werden, dass nach der 2013 geplanten Eröffnung auch Besucher mit Rollatoren und in Rollstühlen die Villa Isler betreten können. Die Fachstelle Procap für hindernisfreies Bauen der Kantone Aargau und Solothurn reichte ein Begehren ein, das vollumfänglich erfüllt werden konnte. So wird der Vorplatz fein bekiest und hindernisfrei. An der Hausfassade wird ein Lift mit einer Türe eingebaut, die sich in der Mitte teilt und so einen bequemen Einstieg erlaubt. Alle hinderlichen Schwellen und Absätze im Haus werden ausgemerzt.

Für Marketingmassnahmen (unter anderem für das Zügeln des Strohmuseums und einen neuen Werbeauftritt) bewilligte die Versammlung im Budget 2012 einen Kredit von 65000 Franken. Ausserdem werden an den Nachbarliegenschaften an der Bünzstrasse 3 und 7 Renovationsarbeiten für 62500 Franken vorgenommen, teilte Gemeinderat Ruedi Donat mit. Ein anderes, ebenfalls historisch bedeutendes Haus, das Restaurant Sternen, erhält für 4000 Franken eine Schutzglaswand, um Lärm, Staub und Schmutz von der Hauptstrasse her abzuhalten. Im Sternen werden zusätzliche Arbeiten (Anpassung der Lüftung, Ersatz von Bodenplatten) für 7000 Franken fällig. Die Organisatoren des Landschaftstheaters «Mit Chrüüz und Fahne» erhalten von der Ortsbürgergemeinde einen Beitrag von 7500 Franken. Das Stück wird 2012, 300 Jahre nach dem Zweiten Villmerger Krieg, in Hilfikon aufgeführt.

Christbaumkultur verhagelt

Donat bestätigte auf eine Frage aus dem Kreis der Ortsbürger, dass die Christbaumkultur der Ortsbürgergemeinde beim letzten Hagelschlag einen Totalschaden erlitten habe. Dieser beläuft sich auf 200000 Franken. Die Christbäume waren nicht versichert und müssen neu angepflanzt werden. Der Baurechtzins für das Gewerbeland der Ortsbürgergemeinde beträgt laut Dubler gegenwärtig 2,75 Prozent. Das Budget 2012 wurde genehmigt. Einhellig begrüsste die Versammlung auch die Einbürgerung von Roberto Guisto, der mit Jahrgang 1983 zur jüngeren Garde der Bürgergemeinde gehört.

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