Mahlzeitendienst

Spitalmenü jetzt auch für daheim — ein Freiämter Herzensprojekt

Markus Weishaupt (rechts) und das Küchenteam vom Spital Muri beliefern neu den Mahlzeitendienst mit ihren Menüs.

Markus Weishaupt (rechts) und das Küchenteam vom Spital Muri beliefern neu den Mahlzeitendienst mit ihren Menüs.

Der Mahlzeitendienst der Region Wohlen liefert seiner Kundschaft neu Essen aus der Murianer Spitalküche. Zusammen mit Salat, Suppe und einem Dessert kostet ein Menü 22 Franken. Und das Wichtigste: Bestellen dürfen nicht nur die Pensionierten.

Wenn Heinz Widmer vom Mahlzeitendienst erzählt, dann strahlen seine Augen und man merkt: Das ist sein Herzensprojekt. Bereits seit zwei Jahren führt er den Aargauer Mahlzeitendienst der Vereinigung Aktiver Aargauer Senioren, kurz VAAS. «Ich wusste, dass sie das auf dem Mutschellen schon hatten, und dachte, ich mache das für die Region Wohlen auch.»

Den perfekten Partner im Spital gefunden

Seit gut anderthalb Monaten strahlen Widmers Augen noch etwas stärker, wenn das Thema auf den Mahlzeitendienst fällt. Denn seit dem vergangenen Juli ist die Küche des Spitals Muri für die Menüs zuständig. Mit der Hotellerie des Spitals und ihrem Leiter, Markus Weishaupt, hat Widmer den perfekten Partner gefunden, wie er sagt. Auf der Suche nach einem geeigneten Lieferanten habe ihm eine Kollegin das Spital Muri empfohlen. «Ich habe Weishaupt angerufen, wir haben uns zusammengesetzt, und zwei Stunden später sagte ich: Ich habe eine Küche», erzählt er stolz.

Für Widmer und seine drei Mitarbeitenden ist es wichtig, dass sie sich voll und ganz auf die Küche verlassen können. Denn die Kundschaft liegt ihnen sehr am Herzen. Widmer betont, dass diese Dienstleistung für ihn weit über die Lieferung von Essen hinausgehe. «Es ist ein Austausch, der stattfindet. Ich kenne jeden Kunden persönlich und habe von allen eine Notfallnummer, bei vielen darf ich das Essen direkt in die Wohnung bringen.» Diese Nähe und das Vertrauen, das ihm seine Kundschaft schenkt, bedeuten ihm sehr viel.

Bestellen dürfen nicht nur die Pensionierten

Auch Markus Weishaupt liegt die Nähe zur Kundschaft am Herzen. Als Leiter einer Spitalküche weiss er über Vorschriften bezüglich Hygiene, aber auch über verschiedene Ernährungsformen Bescheid und ist Flexibilität gewohnt. «Wir können auf Wünsche und Allergien Rücksicht nehmen und haben ausgebildete Diätköche, zur Not auch eine Ernährungsberatung im Haus.» Das und die saisonale und regionale Küche schätzt Heinz Widmer sehr. Denn einen Mahlzeitendienst zu führen, bedeute mehr, als «einfach nur schöpfen und Deckel drauf».

Gemeinsam bieten Widmer und Weishaupt ihren Kunden von Montag bis Sonntag ganzjährig eine Auswahl von vier Menus. «Darunter jeden Tag zusätzlich ein Vegi-Menü, ein Wochenhit und ein Evergreen», so Weishaupt. Zusammen mit Salat, Suppe und einem Dessert kostet ein Menü 22 Franken. Und das Wichtigste: Bestellen dürfen nicht nur die Pensionierten. «Früher hiessen wir Senioren-Mahl­zeitendienst, doch von dem sind wir weggekommen. Mein jüngster Kunde ist 34 Jahre alt», erzählt Widmer.

Meistgesehen

Artboard 1