Ganz sanft legt Sybille Aeschbach eine Hand auf den Brustkorb ihres Klienten, ertastet die unterste Rippe und bewegt sie dann, kaum merklich, nur mit den Fingerspitzen. Kiro holt tief Luft und legt sich beim Ausatmen völlig entspannt der ganzen Länge nach hin. Sogar die Hinterbeine streckt er dabei aus.

So viel tierisches Vertrauen muss man sich als Therapeutin erst einmal verdienen. Das kriegt man nicht geschenkt. Erst recht nicht von einem Hund, der durch ärztliche Behandlung schon viel Schmerz erfahren hat und darum lieber zubeisst, bevor ihn jemand anfassen kann.

Komplementäre und naturheilkundliche Verfahren wurden von jeher bei Mensch und Tier eingesetzt. Bevor es die staatlich geprüfte Unterscheidung zwischen Schul- und Alternativmedizin gab, waren die Heilpraktiker der Menschen ohnehin auch zuständig für die Behandlung kranker Tiere.

Heute gibt es viele komplementärmedizinische Therapeuten, die «daneben» auch noch Tiere behandeln, und natürlich auch solche, die sich auf die Behandlung von Tieren spezialisiert haben. Sybille Aeschbach legt aber grossen Wert darauf, dass sie ihre Ausbildungen zur Klassischen Homöopathin und zur Therapeutin bfb-Feldenkrais für Mensch und Tier abgeschlossen hat.

Feldenkrais hilft auf die Beine

Auch an diesem Vormittag, an dem Kiro bei ihr in Behandlung ist, kam zuerst sein Frauchen an die Reihe. Ilse Hofer leidet an Rückenschmerzen. «Als es losging, konnte ich kaum mehr laufen», erzählt sie, «dabei waren meine Koffer schon gepackt für eine Reise nach Schweden.» Eine Feldenkrais-Notfallbehandlung bei Sybille Aeschbach ermöglichte es ihr aber dann, doch noch in die Ferien zu fahren. Nach weiteren Behandlungen steigerte sich ihre Beweglichkeit zunehmend.

Auch ihr Hund, Kiro, muss lernen, sich neu zu bewegen. Wegen eines Tumors musste ihm die zweite Zehe seiner linken Vorderpfote amputiert werden, also quasi sein linker Zeigefinger. Durch die Schmerzen nach der Operation und wegen der fehlenden Zehe nahm Kiro eine Schon- und Fehlhaltung an, die seine ohnehin schon heftigen Arthroseschmerzen noch verstärkte. Parallel zur Feldenkraistherapie bekämpft Aeschbach auch Kiros Krebserkrankung. Dafür verwendet sie homöopathische Mittel.

«Nach 20 Jahren Praxis staune ich immer noch, was mit Homöopathie alles möglich ist», sagt die Therapeutin, die auch noch ein Diplom als Tierpsychologin an der Wand hängen hat. Bei Urs Brehm, dem Entwickler der nach ihm benannten Brehm-Funktionalen-Behandlung (bfb) Feldenkrais, lernte sie, was sie auch während der heutigen Behandlungen von Ilse Hofer und Kiro ein paarmal wiederholt: «Es gibt immer mehr als drei Möglichkeiten.»

Damit spielt sie auf die Erkenntnis von Moshé Feldenkrais an, wonach ein direkter Zusammenhang besteht zwischen körperlicher Bewegung und dem Denken, Fühlen und Handeln eines Menschen – oder eben auch Tieres.

Durch gezielte Veränderungen in der Haltung oder bei Bewegungen, auch durch leichte physische Stimulationen direkt am Körper, «lernen» die Nerven, mit neuen Impulsen zu arbeiten, erklärt Aeschbach. So können schmerzhafte Folgen von Unfällen, Operationen, Fehlstellungen oder -haltungen vom Körper selbst buchstäblich «umgangen» werden.

Neu auch spirituelle Heilung

Ihr Wissen als Homöopathin und Tierpsychologin vermittelt die diplomierte Erwachsenenbildnerin auch gerne in Kursen weiter. Weil sie auch Hausbesuche macht, ist ihre Praxis nicht immer besetzt. Darum hat Aeschbach per Inserat nach einer Kollegin oder einem Kollegen gesucht, die oder der ihr naturheilpraktisches Angebot im Therapieraum an der Zentralstrasse 17 («www.aeschbach.ch») optimal ergänzen würde. In Sonia Griffiths, Heiltherapeutin und Coach, hat sie die passende Partnerin gefunden: «Sie hat sich bei mir gemeldet, wir haben zusammen geredet, und da wusste ich sofort: Sie ist die Richtige!»

So finden Rat- und Hilfesuchende in körperlichen und seelischen Belangen nun ein noch breiteres Angebot in der Gesundheitspraxis für Mensch & Tier. Sonia Griffiths ist eine spirituelle Heilerin. Sie arbeitet mit Medialität, Matrix Quantenheilung, Zahlencodes, Seelengesang und Mandalas. «Was die Quantenheilung von anderen Heiltechniken unterscheidet, ist, dass man die Energie zieht und direkt dem Patienten weitergibt, ohne dass sie erst durch den Körper des Heilers fliesst», erklärt Griffiths ihre Methode. «Es ist, wie wenn man einen Apfel pflückt und weitergibt. Es bleibt ein Apfel, und es geht schnell.» Unter ‹www.soniagriffiths.ch› beschreibt die vielseitig talentierte Frau ihre Therapieansätze.