Bremgarten 

Spatenstich: Unterstadt und Militär erhalten Fernwärme

Baubeginn Wärmeverbund Bremgarten West: Spatenstich für die Heizzentrale. chr

Baubeginn Wärmeverbund Bremgarten West: Spatenstich für die Heizzentrale. chr

Der Spatenstich für den Wärmeverbund Bremgarten West ist gestern Mittwoch erfolgt. Die AEW Energie AG, Aarau, investiert rund 14 Millionen Franken in den Ausbau des Netzes.

«Das Kapitel in der guten Zusammenarbeit mit der AEW Energie AG wird mit der Realisierung des Wärmeverbundes Bremgarten West um einen Schritt erweitert», betonte Stadtammann Raymond Tellenbach gestern Mittwoch am Spatenstich für die Heizzentrale auf dem Areal der Elro-Werke AG. «Wir haben nun einen Meilenstein erreicht, indem die Planungen und Vorbereitungen abgeschlossen sind. Die Stadt profitiert vom Bau der Wärmeleitung und kann an der Wohlerstrasse in diesem Zusammenhang die Wasserleitungen sanieren», erwähnte der Stadtammann.

Höhere Versorgungssicherheit

Man verfüge zwar bereits über einen Wärmeverbund in der Stadt, aber der weitere Ausbau des Versorgungsnetzes ermögliche künftig auch den Anschluss der Liegenschaften in der Unterstadt, sagte Tellenbach. Er freue sich, dass Wärme produziert werde, von der nicht nur die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt profitieren, sondern auch die Armee auf dem Militärareal, wo die Kaserne und das Verwaltungsgebäude ebenfalls einen Anschluss erhalten. Denn parallel zum Bau der Heizzentrale wird das neue Fernwärmenetz realisiert, sodass bereits auf Beginn der Heizperiode im Herbst dieses Jahres Wärme geliefert werden kann. Die Planung geht sogar so weit, dass mittelfristig der neue Verbund Bremgarten West mit den Leitungen des zwischen 2009 und 2011 verwirklichten, grössten Wärmeverbundes im Aargau zusammengeschlossen werden soll, dessen Heizzentrale sich beim Schulhaus Isenlauf befindet. Dies bedeutet gleichzeitig eine Erhöhung der Versorgungssicherheit.

1,2 Mio. Liter Heizöl einsparen

Durch den Wärmeverbund Bremgarten West können pro Jahr etwa 1,2 Millionen Liter Heizöl eingespart und damit der Ausstoss von 2900 Tonnen Kohlendioxid verhindert werden. Als weiteren positiven Aspekt bezeichnete Marc Ritter, Leiter des Geschäftsbereichs Energie der AEW Energie AG, den Rohstoff, der für die Wärmeerzeugung verwendet wird: «Es handelt sich um Holz aus den umliegenden Wäldern. Damit wird ein grosser Kessel in der Heizzentrale mit Holzschnitzeln beschickt und eine Leistung von 3,2 Megawattstunden erreicht. Im Störfall wird die Versorgung in unserem Leitungsnetz durch eine Ölheizung von 3 Megawattstunden sichergestellt. Dennoch können wir den erneuerbaren Energieanteil in der Grössenordnung von 80 bis 85 Prozent gewährleisten.» Ferner werden in der Heizzentrale in zwei Speichern je 85 000 Liter Wasser für das Leitungsnetz aufgeheizt.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1