Niederwil/Stetten
Spatenstich für eine zweispurige Brücke im Gnadenthal

Baufachleute und Behördenvertreter haben den Spatenstich zur neuen Gnadenthal-Brücke vollzogen. In einem Jahr sollen die ersten Fahrzeuge über die neue Verbindung rollen.

Lukas Schumacher
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Die alte einspurige Gnadenthalbrücke soll noch bis August 2016 benützbar sein. Ob die marode 106-jährige Brücke diese Zeitspanne ohne weitere dringliche Reparatur übersteht, wird sich zeigen.

70 Meter flussabwärts beginnen am Montag die Aktivitäten fürs neue Brückenbauwerk. Die 100 Meter lange und knapp 11 Meter breite Stahlverbundbrücke wird in eleganter, geschwungener Form die beiden Flussufer verbinden, und dies in einer Höhe von rund fünf Metern über der Reuss. Hochwassertauglich wird das neue Viadukt ausfallen. Es wird ausgelegt auf ein HQ 100, ein alle 100 Jahre vorkommendes Hochwasserereignis.

Sobald die neue Brücke im August 2016 befahren werden kann, beginnen der Abbruch der alten Brücke und die Neugestaltung des Raums beim Klostergebäude. «Diese Arbeiten werden ein halbes Jahr dauern», sagte der kantonale Projektleiter Mauro Spada, «sodass das Gesamtvorhaben Ende 2016 fertiggestellt sein wird.»

Die neue Verbindung mit den zwei optisch gefälligen Flusspfeilern trage der Verkehrssicherheit Rechnung, wurde beim Spatenstich betont. Wichtiger Teil der neuen Brücke wird ein kombinierter Radweg/Gehweg sein.

Die komfortable Brücke wird Mehrverkehr anziehen. Heute zwängen sich täglich rund 4500 Fahrzeuge über die alte Verbindung. Gemäss Prognose erwartet man bei der Eröffnung der neuen Brücke 6000 Fahrzeuge im Tag.

Damit Stetten dann nicht unter die Räder des Schwerverkehrs gerät, wird eine Längenbeschränkung für Lastwagen gelten. Keine 40 Tönner, höchstens 12 Meter lange Lastwagen werden die Brücke befahren dürfen. Diese Sonderregelung gilt freilich nur bis zur Eröffnung der geplanten Umfahrung von Mellingen. Bis diese realisiert sein wird, dürften noch vier, fünf Jahre verstreichen.

Stattlich fallen die Erstellungskosten der Brücke aus. Sie betragen 13,2 Millionen Franken, wobei die Flussverbindung mit 9,32 Mio. zu Buche schlägt. Die restlichen 3,9 Millionen Franken werden für die Gestaltung der Anschluss-Strassenwerke in Niederwil und Stetten ausgegeben.