Oberrüti

Spatenstich für die neue Doppelturnhalle mit Pausenplatz – auch die Kinder jubelten für das Generationenprojekt

Umrahmt von jubelnden Schulkindern wurde der Spatenstich vollzogen.

Umrahmt von jubelnden Schulkindern wurde der Spatenstich vollzogen.

Lange hielt die Opposition dagegen, nun kann der Bau endlich beginnen. Eine neue Turnhalle, Werkräume und ein neuer Pausenplatz werden die alten Gebäude ergänzen. Dafür hat der Souverän einer Erhöhung des Steuerfusses um 5 Prozent zugestimmt.

Die Kinder sangen lauthals «Oberrüti, Oberrüti» und schwenkten Fähnchen mit dem Oberrüter Wappen. Tatsächlich war, angesichts der rund zehnjährigen, ziemlich turbulenten Vorgeschichte, die Freude am Spatenstich für den Neubau der Doppelturnhalle mit Pausenplatz begründet. «Was lange währt, wird endlich gut», fasste Frau Gemeindeammann Franziska Baggenstos in einem Satz zusammen. Sie zeigte sich überzeugt, dass mit dem Neubau alle unterschiedlichen Ansprüche erfüllt werden können. So richtig die Schaufeln ins Erdreich rammen wollten die Spatenstichler allerdings nicht, es schien gerade so, als würden sie dem Braten doch noch nicht ganz trauen.

Lange Zeit war nämlich die Gemeinde mit der Entwicklung des Schulareals wegen der immer wieder aufflammenden Opposition glücklos. Im Mai 2017 genehmigte die Einwohnergemeindeversammlung schliesslich einen Kredit für die Projektplanung Schulraumerweiterung von 300 000 Franken. 60 Architekten hatten sich für den Wettbewerb angemeldet, acht Teams wurden ausgewählt, darunter ein Nachwuchsteam. Und genau dieses, Soppelsa Architekten AG Zürich, stellte das Siegerprojekt. Es schlägt vor, die benötigte Erweiterung in zwei Neubauten zu gliedern. Die neue Turnhalle und der Neubau für die Werkräume schaffen zusammen mit den bestehenden Gebäuden einen neuen Pausenhof. An der Einwohnergemeindeversammlung im November 2018 genehmigte der Souverän das Kreditbegehren für den Neubau einer Doppelturnhalle mit erweitertem Pausenplatz.

Steuerfuss wurde um 5 Prozent erhöht

Für das Projekt wird nach dem bereinigten Kostenvoranschlag mit Aufwendungen von 8,437 Mio. Franken gerechnet. Das Teilprojekt Wärmeerzeugung mit einer Pelletheizung rechnet mit Aufwendungen von 504'000 Franken und bei der Fotovoltaikanlage auf dem Dach der Turnhalle werden Kosten von 322'000 Franken erwartet. Für die Realisierung dieses Projektes hat der Souverän einer Steuerfusserhöhung von fünf Prozent zugestimmt.

Ein Spatenstich sei auch für den Architekten ein besonderer Moment, unterstrich Mario Soppelsa. «Es ist die Zeit, auf die intensive Planung zurückzuschauen.» Aber vor allem der Startschuss für ein eigentliches Generationenprojekt. Am Montag wird mit dem Aushub begonnen, bereits Ende 2020 soll das Volumen des Bauwerks im Rohbau zu sehen sein. Bis im August 2021, rechtzeitig zum Beginn des neuen Schuljahres, wird der Neubau vollendet sein.

Mit Ruhe- und Spielinseln auf dem Pausenplatz

Die Doppelturnhalle wird im Erdbereich in Massivbau mit Beton erstellt. Über Terrain wechselt die Konstruktionsweise auf Holzelemente. Die Erschliessung erfolgt über den neuen Pausenplatz, der sich als Hartbelagsfläche mit Landschaftsinseln zeigt.

Die Anordnung dieser Inseln ist so gewählt, dass sie als Ruhe- oder Spielinseln gestaltet werden können. Der Pausenplatz zeichnet die Topografie nach und bildet mit kleinen Treppen mit Sitzstufen zusätzliche Treffpunkte für alle Schülerinnen und Schüler.

Autor

Eddy Schambron

Eddy Schambron

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