Wohlen

Spatenstich am Wohler Rebberg - nach 51 Jahren

Vertreter von Politik, Bauverwaltung, Planungsbüro und Baufirmen nehmen den Spatenstich vor.

Vertreter von Politik, Bauverwaltung, Planungsbüro und Baufirmen nehmen den Spatenstich vor.

In den nächsten 16 Monaten wird die attraktive Hanglage in Wohlen für 7 Millionen Franken erschlossen. Damit wird die nötige Infrastruktur geschaffen, damit hochwertiger Wohnraum gebaut werden kann.

«Fast genau 51 Jahre haben wir auf diesen Moment gewartet» - das hat ein Anwohner gemäss dem Wohler Gemeindeammann auf die Anmeldung zum Spatenstich am Rebberg geschrieben.

Gestern Freitag, kurz nach 16 Uhr, hatte das Warten ein Ende. Gemeinsam vollzogen zehn Vertreter von Politik, Bauverwaltung, Planungsbüro und Baufirmen oberhalb des Werkhofs den symbolischen Akt. «In rund 16 Monaten wird das Werk vollendet und bereit sein für ein grosses Einweihungsfest», sagte Bauleiter Urs Waser von der WBM Waser Baumanagement & Co.

Schon als Schulkind habe er den Rebberg gut gekannt und an diesem Hang viel gespielt, erinnerte er sich. «Wenn mir damals jemand gesagt hätte, dass ich dereinst die Erschliessung planen und die Ausführung der Arbeiten leiten darf, hätte ich wohl nur gelacht», schmunzelte Waser.

Waser: «Gut Ding will Weile haben»

Für die Rebberg-Erschliessung gelte aus seiner Sicht das Sprichwort «gut Ding will Weile haben», ergänzte der Bauleiter. «Wir werden alles daran setzen, dass es jetzt zügig voran geht», versprach Waser. In den nächsten Tagen wird die IB Wohlen AG mit dem Bau der nötigen Werkleitungen beginnen, im Februar starten die Erdbewegungen.

«Mit der Zeit wird sich die Wagenrainstrasse im Hang immer deutlicher abzeichnen, man wird verfolgen können, wie das Werk wächst», führte Waser aus.

Dubler: «Qualitativ gutes Bauen»

Gemeindeammann Walter Dubler betonte die Bedeutung des Rebbergs- für Wohlen. «Mit der Erschliessung wird die nötige Infrastruktur geschaffen, damit hochwertiger Wohnraum gebaut werden kann», sagte er. Dies entspreche einerseits den Leitsätzen des Gemeinderats, andererseits auch der Absicht von Bund und Kanton.

«Bundesrätin Doris Leuthard sagte im September 2011, bei der Raumplanung müsse ein besonderer Akzent auf die Siedlungsentwicklung nach innen gerichtet werden», erläuterte Dubler. Und der Ammann hielt fest: «Genau dies machen wir hier.»

Die Gemeinde wünscht sich am Rebberg für die Zukunft «qualitativ gutes Bauen», wie Dubler ausführte. Die Erfahrungen der letzten Jahre am Sonnenhang hätten gezeigt, «dass Bauen an schönen Lagen auch finanzkräftige Leute anzieht. Solche brauchen wir mehr in Wohlen.» Dubler rief alle Grundeigentümer, die Land verkaufen möchten, dazu auf, «dazu beizutragen, dass Wohlen in jeder Beziehung gestärkt wird».

Viel Geduld und Arbeit

Rückblickend stellte Dubler fest, dass bis zum Spatenstich viel Geduld und Arbeit nötig gewesen seien. «In Wohlen will offensichtlich alles Gute erstritten und erkämpft sein», fasste Dubler zusammen. Am 13. Juni 2010 genehmigte das Stimmvolk einen Kredit von rund 7 Millionen Franken für die Rebberg-Erschliessung. Davon trägt die Gemeinde rund 2,4 Millionen Franken. «Dem Entscheid ging ein harter Abstimmungskampf voraus», rief Dubler den Gästen beim Spatenstich in Erinnerung.

Danach musste der Gemeinderat auf juristischem Weg noch mehrere Beschwerden aus dem Weg räumen, «bevor wir im November 2011 endlich grünes Licht hatten, um mit dem Bau zu beginnen». Um dies zu feiern, stiessen alle Beteiligten beim Apero in der Bleichi gemeinsam auf den Spatenstich am Rebberg an.

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