Wohlen

«Sparen ist halt nicht so populär wie Geldausgeben» – SVP stört sich am neuen Budget

Als Beispiel für leichtfertig getätigte Investitionen nennt die Wohler SVP die neue Rutschbahn der Badi.

In der Wohler SVP ist man über das neuste Budget sowie die darin vorgeschlagene Steuerfusserhöhung um 5 Prozent gar nicht glücklich. Sie beklagt den mangelnden Sparwillen.

Die SVP Wohlen ist mit dem Budget 2019 und der Steuerfusserhöhung um 5 Prozent nicht einverstanden. Das macht die Parteileitung in ihrer jüngsten Veröffentlichung deutlich. Sie fordert darin das Stimmvolk auf, an der Abstimmung vom 25. November das Budget mit der Steuerfusserhöhung abzulehnen. «Diese massive und unnötige Steuerfusserhöhung zeigt deutlich, dass Wohlen die Finanzen nicht im Griff hat», schreibt die SVP.

«Trotz einer jährlichen Finanzspritze von 2,5 Millionen Franken, was acht Steuerprozente ausmacht, bringt es unser Gemeinderat nicht fertig, haushälterischer mit dem Geld umzugehen, damit keine Steuererhöhungen mehr notwendig sind.» Wohlen habe ein Ausgabenproblem und statt dieses anzugehen, würden die Steuern erhöht. So laufe die Gemeinde in Gefahr, gute Steuerzahler zu verlieren.

Die Schuld für diesen Umstand sieht die Partei beim «ausgabenfreudigen Einwohnerrat und dort vor allem bei der linken Ratshälfte, zusammen mit der CVP. Sparen ist da ein Fremdwort, obwohl alle im Rat wissen, wie es um die Finanzen der Gemeinde steht».

Die SVP nennt in ihrer Mitteilung zwei konkrete Beispiele, die belegen sollen, wie leichtfertig in Wohlen Geld ausgegeben werde: «Da wird schnell einmal eine neue Rutschbahn in der Badi bewilligt, zu einem Preis von einem Einfamilienhaus. Oder eine unnötige Eingangspforte in Anglikon. Das zeigt die gefährliche Mentalität, die in der Mehrheit des Gemeinderats und Einwohnerrats steckt. Sparen ist halt nicht so populär wie Geldausgeben. Mit Sparen will man sich nicht profilieren. Hüben wie drüben ist kein Sparwille erkennbar, das Geld wird mit vollen Händen ausgegeben.» (AZ)

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