Waltenschwil
«Sooo herzig»: Lama-Baby Angelo ist gesund und quietschfidel

Sein Vater Charon ist schon 19 Jahre alt, Mama Anastasia erst 3. Beide kümmern sich rührend um den kleinen Angelo, das Lama-Baby, das am 1. Februar in Waltenschwil geboren wurde.

Andrea Weibel (Text und Foto)
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Der kleine Angelo ist einen Monat alt.

Der kleine Angelo ist einen Monat alt.

Schon wieder hält ein Auto auf dem Parkplatz an der Freiämterstrasse beim Büelisacker an. Die Fahrerin steigt aus, sie will sich das junge Fellhäufchen auf Stelzen ansehen, das im Gehege herumtollt. Sie ist nicht die Einzige, der das Lama-Baby Angelo auffällt – «Es ist ja auch sooo herzig», sagt sie treffend.

Der fellige Wonneproppen ist gerade etwas über einen Monat alt, geboren am 1. Februar. Auch Besitzer Christian Liechti (67) ist ganz verliebt in den Kleinen. «Ich will nicht, dass sie zahm werden, denn es sind und bleiben Wildtiere», hält er fest. Doch ein Küsschen bekommt er vom neugierigen Angelo dennoch – allerdings stets unter den wachsamen Blicken von Mama Anastasia.

Vater Charon war das erste Lama, das Liechti, damals noch zusammen mit seiner verstorbenen Frau, gekauft hat. «Früher hatten wir Schweine, aber die mussten wir jeden Herbst zum Metzger geben. Das hielt meine Frau nicht aus», erinnert sich der Lama-Halter. «Also suchten wir Tiere, die länger leben.» Vor Straussen hatte seine Frau Angst. Also kauften sie Lamas aus dem Elsass, die etwa 20 bis 22 Jahre alt werden.

Die erste Stute, China, hatte zwei Totgeburten und musste nach einem Beinbruch eingeschläfert werden. «Danach wollte ich keine Stute mehr und kaufte einen zweiten Hengst.» Doch als dieser vor einiger Zeit ebenfalls starb, versuchte es Liechti nochmals mit einer jungen Stute. Das war für ihn die allerbeste Entscheidung, denn er liebt den kleinen Angelo innig. Dieser ist gesund und quietschfidel. Die Weide, auf der er grasen darf, würde laut Tierschutz für zehn Lamas reichen, ist Liechti stolz.