Umwege, teils unterschiedliche Auffassungen und zeitliche Verzögerungen prägten das Erarbeiten des Jugendkonzepts.

Auch die oft gehörte kritische Frage, was ein Jugendkonzept überhaupt soll, wo doch seit mehreren Jahren die Schulsozialarbeit und ein Jugendtreff in Bremgarten fix installiert sind, belastete die Konzeptarbeit.

Jetzt hat es die Arbeitsgruppe geschafft. Sie stellte ein vernünftiges, solides Konzept zusammen. Es ist ausgerichtet auf die rund 500 Bremgarter Jugendlichen zwischen 13 und 19 Jahren sowie auf die 430 auswärtigen Oberstufenschüler.

Professionelle Leitung/Betreuung

Mit der Jugendarbeit soll eine externe Trägerschaft in einem Arbeitspensum von 100 % betraut werden.

Naheliegend wäre eine Leistungsvereinbarung mit dem Verein für Jugend und Freizeit in Wohlen, der über viel Erfahrung in der professionellen Jugendarbeit verfügt.

Im Zentrum des Bremgarter Konzepts stehen die aktive Freizeitgestaltung der Jugendlichen, die Unterstützung und Begleitung bei allerlei Aktivitäten der Jugend.

Daneben soll die Jugendarbeit den Jungen als gut vernetzte Anlaufstelle und Gesprächspartnerin bei Anliegen, Bewerbungen, Projekten sowie bei persönlichen Problemen dienen, was auch die Vermittlung an weiterführende Institutionen einschliesst.

Lobbyarbeit, Öffentlichkeitsarbeit und Konzeptentwicklung sind weitere Schwerpunkte des Bremgarter Konzepts.

Räumliche Drehscheibe des Jugendarbeitsbetriebs soll der schon heute bestehende Jugendtreff im Reussbrückesaal-Gebäude beim Casino werden. Die Jugendtreff-Räumlichkeiten sollen künftig vermehrt genutzt werden; Teil des Konzepts sind auch informelle Treffpunkte im Freien während der Sommermonate.

445 000 Franken für drei Jahre

Die Kosten sind beachtlich, sie betragen für die dreijährige Testzeit 445 000 Franken.

Beiträge des Kantons Aargau sowie kleinere Erträge verringern die Gesamtkosten der Stadt. Unter dem Strich verbleiben der Einwohnergemeinde Bremgarten Kosten in der Grössenordnung von rund 361 000 Franken für die drei Versuchsjahre.

Abgestimmt über das spruchreif gewordene Konzept mit der dreijährigen Testzeit wird an der Gemeindeversammlung vom 12. Dezember im Casino Bremgarten. Bei einem Ja läuft der Betrieb der offenen Jugendarbeit am 1. April 2014 an.

An einer Gemeindeversammlung im Jahr 2016 sollen die Städtchenbewohner dann über die Weiterführung des Konzepts, respektive über die definitive Einführung der offenen Jugendarbeit befinden.