Herbstserie (1/6)

So wird auch das Hudelwetter zum Genuss

Melanie Vock-Notter giesst im Teehaus Jacaranda eine Tasse des warmen Himbeer-Tagestees ein.

Melanie Vock-Notter giesst im Teehaus Jacaranda eine Tasse des warmen Himbeer-Tagestees ein.

Die Wochenenden im sonnigen Garten sind bald vorbei, nun warten gemütliche Tage mit Herbstritualen – wie zum Beispiel einer Tasse Tee.

Nach diesem langen, schwitzigen Sommer schleichen sich langsam Nebel und Wind aus den Wäldern hervor. Die Blätter färben sich orange und fallen mit sanften Bewegungen zu Boden. Es wird Zeit, die Gartenstühle zu versorgen, die Gummistiefel hervorzuholen und mit einem tiefen Seufzer die Vorfenster einzusetzen. Auch wenn die Tage voller Sonnenstrahlen, bunten Festen und Eistee nun bald Kälte und Dunkelheit weichen müssen, kann man sich in den kommenden Monaten auf vieles freuen. Die AZ hat in ihrer Herbstserie Dinge zusammengetragen, die nebelverhangene Herbstsonntage zu einem Genuss machen.

Um den Tag richtig zu starten, darf beispielsweise eines nicht fehlen: Eine warme Tasse Tee, während man in eine Wolldecke eingewickelt auf dem Sofa sitzt und zusieht, wie der Frost auf den Fensterscheiben in der aufgehenden Morgensonne zu schmelzen beginnt. «Ich liebe das Hudelwetter, die Kälte und den Nebel. Herbst und Winter – das sind meine Jahreszeiten», schwärmt Melanie Vock-Notter, Mitinhaberin des Wohler Teehauses Jacaranda. «Das ist auch unsere Hauptsaison», erzählt sie. «Manchmal bin ich dann bis 12 Uhr nachts im Laden, weil wir durch den Tag so viele Kunden haben und dann auch die Online-Bestellungen zunehmen, die ich nach Ladenschluss noch bearbeite.» Auch wenn das sehr streng ist, macht Vock die Arbeit stets Spass. Tee ist ihre Leidenschaft.

Kerzen und richtiges Geschirr

Zur Herbstzeit würden vor allem Zimt-, Apfel- und Orangentee gut passen, erzählt sie. Der Verkaufsschlager sei aber der Tee «Knusperhäuschen». Dieser hat den ungewöhnlichen Geschmack von gebrannten Mandeln. Neben diesen enthält er weitere spezielle Zutaten, wie zum Beispiel Popcorn. «Von klein bis gross, diesen Geschmack mögen alle», sagt die Teehausbesitzerin. Für Vock braucht der perfekte Herbstsonntag aber noch mehr: «Für mich gehört das richtige Geschirr dazu. Wenn ich den Grüntee aus einer anderen Tasse als meiner eigenen trinke, ist es nicht das Gleiche.» Für Melanie Vock-Notter sind die kalten Tage Kerzenzeit, deshalb dürfen diese neben dem richtigen Geschirr nicht fehlen. Beides bietet sie in ihrem Laden an der Zentralstrasse in Wohlen an, damit für das Tee-Erlebnis alles an einem Ort zu finden ist. «Beim Tee ist das Ritual wichtig. Für Kaffee drückt man nur auf einen Knopf, das ist hier anders.» Also los: Wasser aufsetzen, die Lieblingstasse holen, eine Duftkerze anzünden und sich in eine Wolldecke einmummeln – der Herbst kann beginnen.

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