Allerheiligen

So viel Frieden auf Freiämter Friedhöfen

Wir stehen in der Hektik des Alltags. Musse gönnen wir uns am Wochenende, wenn wir nicht in Freizeitstress verfallen. Aber heute Mittwoch, mitten in der geschäftigen Woche, bremsen uns die Katholiken: Es ist Allerheiligen.

Am 1. November gedenken die Katholiken der Verstorbenen. Eigentlich ist Allerheiligen der Gedenktag für die Heiligen. Erst der Tag danach, Allerseelen, ist der Totengedenktag. Allerheiligen ist in katholischen Gegenden ein Feiertag, an dem nicht gearbeitet wird. Dann «geht man über die Gräber», besucht die letzte Ruhestätte von lieben Verstorbenen.

Friedhöfe sind schön. Sie strahlen Ruhe aus. Sie erzählen Geschichten, berichten von Schicksalen, rufen nicht nur Menschen, sondern ebenso vergangene Ereignisse in Erinnerung. Selbst in den Ferien an Orten, wo man niemanden kennt, lohnt es sich, Friedhöfe aufzusuchen. Sie sagen den Lebenden etwas aus über die Lebenden, über ihre Kultur, über ihr Verständnis von Leben und Tod. Sie haben, trotz allem Leid, etwas Tröstliches – selbst Soldatenfriedhöfe, die einem nach einem Besuch wie ein Stein im Magen liegen.

Zu Allerheiligen und Allerseelen werden die Gräber auf den Friedhöfen geschmückt. Es werden Lichter angezündet, vielleicht kommen Angehörige von Verstorbenen wieder einmal zusammen, haben eine gute Zeit miteinander, selbst wenn die Trauer noch nachwirkt. Friedhöfe tun uns gut, nicht nur an Allerheiligen. Weil Friedhöfe so viel Frieden ausstrahlen.

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