Wenn das Thermometer über 34 Grad anzeigt, dann suchen viele Zuflucht in der Badi oder im kühlen Schatten von Bäumen. Jetzt zu shoppen, durch die Strassen von Wohlen zu flanieren, darauf kommen die wenigsten. Dabei: Auch viele Läden sind ein Zufluchtsort vor der Hitze.

«Bei solch hohen Temperaturen haben wir nur wenige Kunden», sagt Nicole Wey, Inhaberin des Modegeschäfts Grottinodellascarpa. Doch für ihren Geschmack ist in den Geschäften von Wohlen nicht nur zu wenig los, wenn es heiss ist wie jetzt. Sie will mehr Leben in den Geschäften, das «ungeheuere Potenzial» von Wohlen nutzen. Zeigen, dass Wohlen sich auch zum Shoppen eignet und man keinesfalls nach Zürich fahren muss. Weil es hier vom Optiker bis zum Weltladen fast alles gibt. «Jammern bringt nichts. Viel besser ist, etwas zu unternehmen», sagt sie.

Rabatte, Getränke, Erlebnisse

Dazu hat Wey das Gespräch mit anderen Ladeninhaberinnen und Geschäftsführern gesucht. Vor allem mit Fabian Wermelinger, Filialleiter Manor Wohlen, und Biljana Pola, Inhaberin des Schmuck- und Uhrenladens Shine in Time. Mehrmals haben sich die drei getroffen und gemeinsam einen Event ausgeheckt, der diesen Freitag und Samstag stattfindet. Die Sommer-Einkaufstage sollen den Kunden ein besonderes Erlebnis beim Shoppen bieten. Zwanzig Geschäfte in Wohlen liessen sich von dieser Idee überzeugen und bieten an diesen zwei Tagen besondere Erlebnisse oder spezielle Sonderangebote an.

Im Optikergeschäft Marantra & Renckly gibt es Wasserballonspiele, der Maxim Shop an der Zentralstrasse bietet 10% auf das ganze Sortiment, bei Haarkunst Ribolla an der Rigistrasse werden Kinder geschminkt und ihre Haare geflochten, bei der ibw gibt es Kaffee und Kuchen, im Teeladen Jacaranda können die Kunden Eistee degustieren und zudem gibt es 30% auf das gesamte Sortiment. Diese Liste könnte man um weitere 15 Geschäfte erweitern. Wer alle Angebote sehen will, findet den Flyer auf der Website des Handwerker- und Gewerbevereins Wohlen. Doch auch wer spontan losflaniert, findet die Läden, die sich beteiligen. Thujabäumli signalisieren, in welchen Läden spezielle Angebote oder Erlebnisse auf die Kunden warten.

Nicole Wey hofft, dass bei einem nächsten Mal keine Thujabäumli mehr nötig sein und sich geschlossen sämtliche Geschäfte an den Aktionstagen beteiligen werden. Denn für die drei Initianten ist klar, der Tag soll keine einmalige Sache bleiben, sondern schon bald fix mehrmals im Jahr im Jahreskalender steht. So sollen die nächsten Einkaufstage bereits im Herbst stattfinden.

Treffen geplant

Die Wohler Geschäfte sollen wieder vermehrt an einem Strick ziehen. «Gemeinsam sind wir stark», sagt Nicole Wey. «Miteinander und nicht gegeneinander.» Diese Sprüche bezieht sie nicht nur auf die Einkaufstage, sondern wünscht sich vermehrt einen Austausch. So wird geplant, dass die Geschäftsführer nach den Sommerferien zu einem Höck in einem Restaurant eingeladen werden, um Themen, die vielen unter den Nägeln brennen, zu besprechen. Die drei Initianten hoffen, dass sie am Freitag oder Samstag selber dazu kommen, die anderen Geschäfte zu besuchen. Doch falls nicht, ist dies ein gutes Zeichen. Denn dann hätten sie alle Hände in ihren eigenen Läden voll zu tun, und dies würde wiederum heissen, dass die Kundschaft der Hitze trotzt.

Sommer-Einkaufstage 28./29. Juni, Wohlen. Infos unter www.hagewo.ch/aktuell