Auw
So soll sich das Dorf in den nächsten 25 Jahren entwickeln

Im Siedlungsbereich der Gemeinde Auw ist der Spielraum für Neuentwicklungen begrenzt. Das Räumliche Entwicklungsleitbild zeigt, wie sich das Dorf in den nächsten 25 Jahren entwickeln soll. Das Leitbild ist auch Grundlage für die Revision der Nutzungsplanung.

Eddy Schambron
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Im Siedlungsbereich der Gemeinde Auw ist der Spielraum für Neuentwicklungen begrenzt; es gilt, das bestehende Ortsbild zu erhalten und zu stärken.

Im Siedlungsbereich der Gemeinde Auw ist der Spielraum für Neuentwicklungen begrenzt; es gilt, das bestehende Ortsbild zu erhalten und zu stärken.

Eddy Schambron

Wo und wie sich die Gemeinde Auw in den nächsten 25 Jahren entwickeln soll, zeigt das räumliche Entwicklungsleitbild (REL), das zurzeit öffentlich aufliegt. Es ist auch Grundlage für die Revision der kommunalen Nutzungsplanung. Mit einem ausführlichen Bericht wird eine Gesamtschau der gewünschten Entwicklung der Gemeinde aufgezeigt, die behördenverbindlich ist. Die grundeigentümerverbindliche Umsetzung erfolgt später mit der Nutzungsplanung.

Im Siedlungsbereich ist der Spielraum nicht mehr sehr gross, Neuentwicklungen sind durch die ausgefüllten Bauzonen nur noch punktuell möglich. Im Rahmen der Nutzungsplanung sollen jedoch punktuelle Zonenarrondierungen für ehemals genutzte Bauten in einer Landwirtschaftszone am Rande der Bauzone in Abstimmung mit dem eidgenössischen Raumplanungsrecht und dem kantonalen Richtplan geprüft werden. Es gilt zudem, die Qualität des bestehenden Auwer Ortsbildes zu erhalten, zu stärken und im Einklang mit den geschützten und schützenswerten Strukturen weiterzuentwickeln.

Im Ortsteil Rüstenschwil ist die Bewahrung des Ortsbildes einer baulichen Verdichtung vorzuziehen, weil der bäuerlich-ländliche Charakter gleichzeitig Zeuge der Ortsgeschichte und Leitlinie für zukünftige Entwicklungen ist. Weiter wird im Bericht festgehalten, dass die gewünschte Entwicklung einheitliche, auf Rüstenschwil angepasste Gestaltungsvorgaben für das gesamte Rüstenschwiler Siedlungsgebiet bedinge.

Angemessene Begrünung

In ihren planerischen Festlegungen berücksichtigt die Gemeinde die verschiedenen Ansprüche an die Landschaft. Für Landwirtschaftsbetriebe, die sich am alten Standort nicht zukunftsgerichtet entwickeln können, ist durch den betroffenen Betrieb eine Evaluation eines neuen Standorts durchzuführen. Der Gemeinderat setzt sich auch für eine angemessene Begrünung des Siedlungsgebietes und für eine optisch und ökologisch wertvolle Ausgestaltung des Siedlungsrandes ein.

Die Erscheinung der gut sichtbaren Gewerbebauten im Gebiet Grossäcker/Hinterdorf ist gegenüber dem Kulturland durch die Pflanzung von hohen Bäumen entlang der Industriestrasse abzuschwächen. Für die angemessene Nutzung der regionalen Naherholungsräume soll ein kommunales Konzept, welches die Vereinbarkeit der Nutzung mit den weiteren Funktionen der betroffenen Räume, sowie die Abstimmung mit dem Verkehr behandelt, erstellt werden.

Weiter, neben vielen anderen Punkten, wird im Bericht festgehalten, dass der Gemeinderat zusammen mit den betroffenen Organisationen zu prüfen hat, welche Angebote hinsichtlich Wohnen im Alter in der Gemeinde vorhanden sein müssen und wo diese realisiert werden können. So ist eine Erweiterung des Maria-Bernarda-Heims eine Möglichkeit.