Berikon / Widen / Rudolfstetten

So soll die Verkehrssituation auf dem Mutschellen verbessert werden

Der Verkehr auf und um die Mutschellenkreuzung soll entflechtet werden

Der Verkehr auf und um die Mutschellenkreuzung soll entflechtet werden

Mit dem Bevölkerungszuwachs nimmt auch der Verkehr auf der Mutschellenkreuzung zu. Diese Tendenz hat sich seit der letzten Sanierung vor 24 Jahren verstärkt. Nun wollen die Gemeinden und Kanton den Verkehrsknoten entflechten.

Dass die Kreuzung früher oder später zu einem verkehrstechnischen Problem werden würde, erkannte der Kanton bereits im Jahr 2003, als er die betroffenen Gemeinden Berikon, Widen und Rudolfstetten zu einem Gespräch an den runden Tisch einlud.

Seither sind diverse Ideenskizzen für die Neugestaltung der Mutschellenkreuzung seitens des Kantons entstanden. Aus diesen Skizzen wurden vier Varianten ausgewählt und mit einer Planungsstudie genauer unter die Lupe genommen.

Erste Ideenskizzen

Nachdem der Kanton die «Entflechtung Knoten Mutschellen inklusive Zentrumsaufwertung» ins Agglomerationsprogramm aufgenommen hatte, wurden 2009 die ersten Ideenskizzen für die Neuorganisation gemacht. Dies mit den Zielen, die Verkehrsproblematik zu lösen, die Entwicklung auf den Gemeindegebieten zu ermöglichen sowie das Zentrum auf dem Mutschellen neu und attraktiv zu gestalten.

So entstanden insgesamt neun Varianten, von denen letztlich vier mit einer Planungsstudie genauer unter die Lupe genommen hat. Alle Varianten hatten zum Ziel, den Verkehr zu beruhigen, den Fussgängern und Radfahrern sichere Wege bis zum öffentlichen Verkehr zu gewährleisten sowie dem Bus ungehinderte Zufahrten zu ermöglichen.

30000 Franken sind budgetiert

Von den vier Varianten gelten die beiden Varianten «Sanierung à Niveau Variante 0+» und die Variante «Bahn-tief» als ebenbürtige Favoriten. Lediglich im Preis unterscheiden sie sich: Erstere soll rund 13 Millionen, letztere 60-80 Millionen kosten. Dies darum, weil bei letzterer die Bremgarten-Dietikon-Bahn unter den Boden verlegt und die Verkehrsführung über Tage entfallen würde. 

Vorerst wollen die Gemeinden unter anderem neue Abbiegespuren und eine Haltestelle vor dem Knoten realisieren. Dafür haben die drei Gemeinden 30'000 Franken für die Nutzungsstudie für «0+» ins Budget aufgenommen. Doch wollen sich die Gemeinden die «Bahn-tief»-Variante trotzdem weiterhin offen halten.

Vielleicht kommt «Bahn-tief» doch noch

Für die «Bahn-tief»-Variante spricht die Tatsache, dass sie womöglich Taktplanänderung ermöglichen könnte. Jedoch gäbe es keine Unterführung mehr und die Fussgänger sowie die Radfahrer müssten auf dem Fussgängerstreifen die Kreuzung überqueren. Auf jeden Fall sollen die baulichen Massnahmen so geregelt werden, dass die Kreuzung frei bleibt, um allenfalls doch noch die Variante «Bahn-tief» realisieren zu können.

Doch muss noch vieles in weiteren Arbeitsschritten vertieft werden. Noch befinde man sich in einer ersten Phase, so Simone Rangosch, Leiterin Sektion Verkehrsplanung beim BVU, weshalb noch keine exakten Zahlen genannt und ausgearbeitete Pläne gezeigt werden könnten. (dme)

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