Muri

So soll der Raum der Gemeinde genutzt werden

Muri hat viele Türme, aber noch wesentlich mehr Baukräne.

Muri hat viele Türme, aber noch wesentlich mehr Baukräne.

Die Gemeindeversammlung in Muri befindet über die Gesamtrevision der Nutzungsplanung. Mit neun der 16 Einwender konnte dabei eine Einigung erzielt werden.

Mit der Revision der allgemeinen Nutzungsplanung will die Gemeinde Muri den Veränderungen in gesellschaftlicher Hinsicht und bei den Vorstellungen zur Nutzung von Raum und Umwelt Rechnung tragen. Die letzte Gesamtrevision war vor 18 Jahren, jetzt legt der Gemeinderat der Einwohnergemeindeversammlung vom 21. Juni eine erneute Überarbeitung zur Genehmigung vor, bestehend aus den Nutzungsplänen Siedlung und Kulturland, den Sachplänen und der Bau- und Nutzungsordnung.

Grosse Sprünge werden nicht gemacht, Anpassungen aber schon vorgenommen. Die Analyse der Begleitkommission in den drei Ortsteilen zum Potenzial der Baugebietsreserven hat ergeben, dass die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung innerhalb des rechtskräftig ausgeschiedenen Baugebiets sehr gut erfolgen kann. Ebenfalls erhoben wurden die Bedürfnisse des örtlichen Gewerbes.

Aufgrund der Erkenntnisse werden im Bauzonenplan einige geeignete Areale den entsprechenden Anforderungen angepasst. Die aktuellen Baugebietsgrenzen werden im Grundsatz belassen. Die am Bauzonenplan vorgenommenen Änderungen und Anpassungen sind im Gebiet Roos und im Gebiet Bachmatten.

Um- und Einzonung

Das Areal im Roos mit einer Fläche von 3500 Quadratmetern wurde aus der Zone öffentliche Bauten und Anlagen herausgenommen und einer Spezialzone Roos zugewiesen. Auf der betreffenden Fläche etwas abseits der kompakten Bauzone sollen die Nutzungen der bestehenden Mieter langfristig gesichert werden und neue Nutzungen möglich sein. Eine Entschädigungspflicht, die eine Auszonung grundsätzlich mit sich bringt, bestehe im vorliegenden Fall kaum, weil die Eigentümerin in der Nutzung der Liegenschaft nicht eingeschränkt werde.

Im Gebiet Bachmatten wird eine Fläche von gut 10 000 Quadratmetern in die Zone öffentliche Bauten und Anlagen genommen. Diese Parzelle 2660 ist in der Sportplatzplanung mittelfristig ein sehr wichtiger Bestandteil, wie der Gemeinderat festhält. Die Einzonung führe zu erheblichen Synergien in der Sportplatznutzung. «Damit kann ein längerfristiger Bedarf abgedeckt werden, welcher der Bedeutung des Regionalzentrums Muri gerecht wird.» Das öffentliche Interesse an der Nutzung einer regional bedeutsamen Anlage mit angemessenen Entwicklungsmöglichkeiten überwiege gegenüber dem Verlust an Kulturlandfläche und der landwirtschaftlichen Nutzung.

Während der öffentlichen Auflage wurden 16 Einwendungen eingereicht. Diese Begehren wurden geprüft und dem Gemeinderat zur Beschlussfassung vorgelegt. Mit neun Einwendern konnte eine Einigung erzielt werden. Bei vier Einwendungen konnte eine teilweise Einigung erreicht werden.

Bei drei Einwendungen blieben die Verhandlungen erfolglos. Führen Anträge im Rahmen des Beschlusses durch die Gemeindeversammlung zu wesentlichen Änderungen, ist die Vorlage an den Gemeinderat zurückzuweisen. Als wesentlich gelten beispielsweise Änderungen, welche einzelne oder mehrere Ziele der Vorlage berühren, neue oder andere Auswirkungen auf Raum und Umwelt haben oder andere private oder öffentliche Interessen berühren.

Kreditabrechnungen

Traktandiert sind weiter die Genehmigung der Jahresrechnung 2017, die mit einem Ertragsüberschuss von 2,12 Mio. Franken abschliesst. Budgetiert war ein Ertragsüberschuss von 108 600 Franken.

Zur Genehmigung vorgelegt werden die Kreditabrechnungen-Untersuchungen der belasteten Standorte, Sanierung des Kugelfangs der 300-Meter-Schiessanlage, Erweiterung Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhofareal, Instandstellung der Flachdächer der Schulanlage Bachmatten, Neubau Schulhaus mit Einfachturnhalle und Spielplatz sowie Schulhausmöblierung und Inventar Turnhalle Rösslimatt.

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