Bünzmatt im Jahr 2018

So soll das neue Wohler Sportzentrum mit Badi und Eisbahn aussehen

Sportanlage Bünzmatt: Diese Visionalisierung zeigt die geplante neue Eishalle mit Dach und eingeschossigen Bauten.

Sportanlage Bünzmatt: Diese Visionalisierung zeigt die geplante neue Eishalle mit Dach und eingeschossigen Bauten.

47 Jahre alt ist die Wohler Badi, seit mindestens 25 Jahren wird über eine Sanierung diskutiert. Der letzte konkrete Anlauf ist 2001 im Einwohnerrat gescheitert. Jetzt soll alles anders kommen.

Nach jahrzehntelanger Diskussion und mehreren vergeblichen Anläufen soll es jetzt mit der Sanierung von Badi und Eisbahn in Wohlen wirklich klappen.

Im Februar 2015 soll der Einwohnerrat über einen Projektierungskredit befinden und ein Jahr später das Volk den Baukredit genehmigen. Läuft es so, wie der Gemeinderat sich das vorstellt, wird die sanierte Badi 2017 eröffnet, die neue Eisbahn 2018.

Unter den markanten Betonpilzen der Badi soll ein neuer Aufenthaltsbereich geschaffen werden.

Visualisierung Badi Wohlen

Unter den markanten Betonpilzen der Badi soll ein neuer Aufenthaltsbereich geschaffen werden.

Alle Anlagen als Einheit

Die Pläne haben sich gegenüber der ursprünglichen Projektstudie, die dem Einwohnerrat im Juni 2013 vorgelegt wurde, in wesentlichen Punkten geändert. Das betrifft einerseits den Kostenrahmen. Er ist von den ursprünglich veranschlagten knapp 30 Mio. Franken auf geschätzte knapp 20 Mio. Franken gesunken.

Es betrifft aber auch das Konzept. Neu ist vorgesehen, die Sportanlagen im Raum Bünzmatt – Badi, Eisbahn, Beachsport, Minigolf, Pétanque, Skaterpark – als Einheit zu gestalten. Damit will man die vorhandenen Synergien möglichst optimal nutzen.

Konkret ist ein zentraler Eingang für die Sportanlagen vorgesehen, von dem aus sämtliche Sportangebote bedient werden können. Das bisherige Badi-Restaurant soll so platziert werden, dass es auch den Benützern der anderen Einrichtungen zur Verfügung steht.

Mit der Zusammenlegung der Eingangsbereiche und der zentralen Restauration lässt sich ein Potenzial schaffen, das in allen Bereichen deutliche Optimierungen bringt: «Im neu konzipierten Eingangsbereich entstehen die wesentlichen betrieblichen Synergien zwischen Gastronomie, Kassabereich, Materialvermietung und gemeinsamen Betriebsräumen. Die Minigolfanlage erfährt damit ebenfalls eine Aufwertung und bessere Integration in das Gesamtkonzept», ist der Gemeinderat überzeugt.

In die Badi soll man dennoch auch weiterhin von der Allmendstrasse aus gelangen können. Der bisherige Haupteingang wird jedoch zu einem Nebeneingang umfunktioniert.

Die markanten Betonpilze erhalten eine neue Funktion. Weil der Bereich der Aussengarderoben reduziert werden kann, sollen unter den Betonpilzen attraktive Liege-, Spiel- und Aufenthaltsbereiche in Form von Sandflächen, Holzdecks, Grillstellen und Spielzonen entstehen. Damit liesse sich das bestehende Angebot im Schwimmbad sinnvoll und zeitgemäss ergänzen.

Eisbahn mit Dach, aber keine Halle

Die Eisbahn wird von Grund auf neu konzipiert. Vorgesehen ist ein gedecktes Eisfeld, welches auf dem Niveau des Erdgeschosses auf allen Seiten durch «einfache und eingeschossige Bauten» begrenzt werden soll.

Die neue Infrastruktur mit dem zentralen Kassen- und Eingangsbereich, den Garderoben, Duschen und WC-Anlagen, dem zentralisierten Gastronomieteil sowie den Technik- und Nebenräumen wird so ausgelegt, dass sie im Winter- und Sommersportbetrieb genützt werden kann. Der Gemeinderat geht davon aus, dass sich die gedeckte Eishalle auch für verschiedene Events im Sommerhalbjahr anbietet.

Die Um-, Neu- und Ausbaukosten liegen im Rahmen einer groben Kostenanalyse mit einem Genauigkeitsgrad von plus/minus 25% vor. Gerechnet wird mit einem Aufwand von 11 Mio. Franken für die Eisbahn, inklusive Kälteanlage sowie des gemeinsamen Garderoben- und Kassabereichs.

Die Schwimmbad-Sanierung ist mit 6,1 Mio. Franken veranschlagt (davon 1,1 Mio. für die Umgestaltung des heutigen Haupteingangs), in die Nebensportanlagen (Beachsport, Minigolf, Skatepark) sollen 2 Mio. Franken investiert werden.

Macht 19,1 Mio. Franken, die wie folgt aufgeteilt werden sollen: 11,1 Mio. (58%) zahlt Wohlen, 3 Mio. (15,7%) sind aus dem Swisslos-Sportfonds zugesagt, 5 Mio. steuert die Genossenschaft Eisbahn bei (1 Mio. Eigenkapital, 4 Mio. Fremdkapital).

Volksabstimmung in zwei Jahren

Vorerst soll jetzt im Februar 2015 vom Einwohnerrat ein Kredit von 2 Mio. Franken für die Detailplanung und die exakte Kostenberechnung gesprochen werden. Gibt das Parlament grünes Licht, soll ein Jahr später – im Februar 2016 – die Volksabstimmung zu diesem Projekt angesetzt werden.

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