Nicht stehenbleiben: Das Spital Muri arbeitet mit dem Bau von neuen Räumlichkeiten, bei der Führung und den Prozessabläufen auf die Zukunft hin. Als «Herkulesaufgabe» bezeichnet Daniel Strub, CEO des Spitals Muri, etwa die Integration des vollautomatischen Lageristen in die Logistikprozesse des Operationstraktes. Das komplexe Zusammenspiel von elektronischer Operations-Anmeldung, Programmierung des Materialbedarfs, die Bewirtschaftung des Lagerliftes durch die zentrale Sterilisationsanlage und das Zentrallager, zeitgerechter Bereitstellung von OP-Material unter Verwendung des neuen Lagerlifts und Rückgabe von schmutzigem, infektiösem OP-Material an die Sterilisation durch das OP-Personal halte noch mehrere Stolpersteine bereit. «Ich bin aber überzeugt, dass die betroffenen Mitarbeitenden diese Herkulesaufgabe bis Ende 2017 meistern werden und die neuen Prozesse sowie die Bedienung des Lagerliftes im 2018 bereits Routine sind.»

Zweites MRI

Im Verlaufe des Jahres wird der neue, hoch leistungsfähige Computertomograf an seinem definitiven Standort den Betrieb aufnehmen. Gleichzeitig werden bauseitig wichtige Vorbereitungsarbeiten für die Installation eines zweiten Magnetresonanztomographen (MRI) ausgeführt. «Damit werden die Wartezeiten für diese diagnostische Untersuchung weiter verkürzt und durch die hohe Bildauflösung können präzisere Diagnosen gestellt werden», verspricht Strub. Deutlich erweitert wird die Notfallstation. Bis Ende Jahr werden neun zusätzliche, beziehungsweise zwölf Untersuchungskojen zur Verfügung stehen. Gleichzeitig wird auch für die hausärztliche Notfallpraxis ein zweites Sprechstundenzimmer geschaffen. «Mit dem zunehmenden Mangel an Hausärzten gewinnen Einrichtungen wie unsere Notfallpraxis enorm an Bedeutung.»

In diesem Jahr können neue, moderne Operationssäle in Betrieb genommen werden. Effektiv mehr Säle stehen jedoch erst im 2019 zur Verfügung, da zwei der vier bestehenden Räume modernisiert und ebenfalls zu vollintegrierten Operationssälen ausgebaut werden sollen.

Die Scheibe kommt weg

Auch die Geburtshilfe erhält neue Räume. Diesen Sommer werden drei neue Gebärsäle im Neubau in Betrieb gehen und auf Ende November 2017 je ein Raum für Schwangerschaftskontrollen sowie für Akupunktur und Hebammenberatung. Die heutigen Gebärsäle stehen ab Mitte Juli 2017 nicht mehr zur Verfügung und müssen einer weiteren Baustelle weichen.

Neu, modernen und leistungsfähiger soll schliesslich der Empfang und die Patientenaufnahme werden. «Unser aktueller Empfang ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den Erwartungen der Patientinnen und Patienten und den Anforderungen des Spitals», sagt Strub. Beispielsweise sei die Trennung zwischen Mitarbeitenden und Patienten durch eine Glasscheibe nicht mehr zeitgemäss. «Der Empfang bestimmt den ersten Eindruck beim Betreten des Spitals und hat die verantwortungsvolle Aufgabe, jedem Patienten den Eintritt ins Spitals Muri so angenehm und unbürokratisch wie möglich zu gestalten.» Das soll bis Ende 2017 realisiert sein.

Weiterhin ein «grosses Thema» bleibt, wie Strub weiter ausführt, die Qualitätssicherung. Unter der Leitung von Andrea Heiermeier, seit 2015 an der Arbeit, habe sich die Qualitätssicherung in Muri stark weiterentwickelt und alle Bereiche des Spitals erfasst. Ab Juni wird der jährliche Qualitätsbericht auch auf der Website www.spitalinformation.ch zur Verfügung stehen. Er zeigt die Ergebnisse der Zufriedenheitsmessungen und berichtet über Qualitätsprojekte, welche im Spital Muri durchgeführt wurden.