Zufikon
Skurriles Nein zur Steuererhöhung – Zufikon umgeht ausserordentliche Gmeind

Die Budgetgmeind lehnte Anträge der SVP und FDP ab, aber auch das Budget. Kurzerhand brachte Gemeindeammann Christian Baumann den Vorschlag der FDP erneut zur Abstimmung. Und siehe da: Die Versammlung stimmte zu.

Dominic Kobelt
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Nach mehreren Abstimmung war klar: Die Zufiker wollen keine Steuerfusserhöhung.

Nach mehreren Abstimmung war klar: Die Zufiker wollen keine Steuerfusserhöhung.

An der Wintergmeind vom Donnerstag in Zufikon stand eine Steuererhöhung von 88 auf 92 Prozent zur Diskussion. Der Gemeinderat begründete die Erhöhung mit künftigen Investitionen und unbeeinflussbaren Ausgaben, beispielsweise für Sozialhilfe oder Asylwesen. «Die Steuerfusserhöhung ist richtig. Wir müssen nachhaltig agieren», urteilte Finanzkommissions-Präsident Oliver Heusser. Hansueli Sallenbach (FDP) beantragte, das Budget mit unverändertem Steuerfuss zu verabschieden. Walter Berchtold (SVP) stellte den Antrag, das Budget zur Überarbeitung zurückzuweisen, den Steuerfuss bei 88 % zu belassen und den betrieblichen Aufwand um 150 000 Franken zu beschneiden. Fred Scheidegger (CVP) als auch einige andere Redner unterstützten den Gemeinderat. Dann wurde es skurril: Die Versammlung lehnte die Anträge von SVP und FDP ab, aber auch das Budget. Daraufhin wiederholte Gemeindeammann Christin Baumann die Abstimmung für ein Budget mit einem Steuerfuss von 88 Prozent – notabene der Antrag der FDP, der gerade abgelehnt wurde. «Wenn wir das Budget nicht annehmen, dann müssen wir eine ausserordentliche Versammlung einberufen, was wiederum zu Kosten führt», appellierte Baumann an die Stimmberechtigten. Zum Budget mit einem Steuerfuss von 88 Prozent stimmten dieses Mal von den 277 Anwesenden 210 ja, 15 nein.

Durchgekommen ist die Projekt- und Kreditgenehmigung über 1,35 Mio. Franken für die Erweiterung der Räumlichkeiten Tagesstrukturen Schule. Abgelehnt wurde dagegen ein Kredit über 1,2 Mio. Franken für die Zählerfernauslesung mit Smartmetering.