Sins-Reussegg
Nach 17 Jahren ist die Melioration abgeschlossen: «Wir haben etwas geschaffen, das wir der Nachwelt mit gutem Gewissen überlassen»

Diese Woche wurde die Bodenverbesserungsgenossenschaft Sins-Reussegg aufgelöst. Sie hat die Grundlage für die Auenregeneration geschaffen und für Verbesserungen in der Landwirtschaft gesorgt.

Melanie Burgener
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Die Drohnenaufnahme zeigt die abgeschlossene erste Etappe der Auenregeneration in Sins Reussegg.

Die Drohnenaufnahme zeigt die abgeschlossene erste Etappe der Auenregeneration in Sins Reussegg.

Bild: Creanatira GmbH,
Philipp Schuppli
(August 2020)

Die Bodenverbesserungsgenossenschaft Sins-Reussegg (BVG) hat ihren Zweck erfüllt, die letzten Arbeiten ihrer Modernen Melioration sind abgeschlossen. So hat unter anderem die Gemeinde Sins in den vergangenen Jahren ein neues Wegnetz erhalten, und die Wasserfassungen im Reussegger und im Sinser Schachen sind hochwassersicher geworden. An ihrer letzten Generalversammlung am vergangenen Mittwoch konnte die BVG nach 17 Jahren mit gutem Gewissen ihre Auflösung beschliessen.

Auslöser für die Gründung der Genossenschaft und den Start der Modernen Melioration 2004 war das Projekt der Auenregeneration im Gebiet Sins-Reussegg des Kantons Aargau und des Vereins Pro Natura Aargau.

Denn damit mit der Realisierung des Auenschutzparks überhaupt begonnen werden konnte, brauchte es eine Landumlegung. Nur dann konnte der gesamte Auenperimeter in den Besitz der beiden Projektanten gelangen. Dieser Aufgabe hat sich die BVG angenommen und damit eine 20 Hektaren grosse Fläche als wichtige Grundlage für das Auenprojekt bereitgestellt.

Verbesserungen gab es auch für Landwirtschaft und Wasserfassung

Seit ihrer Gründung hat die BVG losgelöst vom Auenregenerationsprojekt mit ihrer Modernen Melioration im Gebiet aber auch viele weitere Projekte umgesetzt, die auch der Landwirtschaft und der Bevölkerung, insbesondere den 41 betroffenen Grundeigentümern, dienen.

Der Meliorationsbereich betraf rund 230 Hektaren Flur- und 10 Hektaren Waldgebiet. So hat die Genossenschaft beispielsweise für Strukturverbesserungen in der Landwirtschaft gesorgt und auch den Wasserhaushalt im landwirtschaftlichen Perimeter verbessert.

«Die beiden Wasserfassungen im Reussegger und im Sinser Schachen wurden etwas weiter in den Süden verschoben, angehoben und so hochwassersicher gemacht», erklärt Hansruedi Brun, Präsident der BVG. Dass bei letzterem Projekt gute Arbeit geleistet wurde, hätten die starken Niederschläge in den vergangenen Sommermonaten gezeigt. «Beide Fassungen konnten auch während der Überschwemmungen am Netz bleiben», sagt Brun.

Summa summarum ist BVG-Präsident Brun zufrieden mit den nun abgeschlossenen Projekten. «Ich glaube, dass wir etwas geschaffen haben, das wir der Nachwelt mit gutem Gewissen überlassen dürfen. Eine erfreuliche Sache für die Landwirtschaft, für die Reusslandschaft, für die Ökologie und für die gesamte Umwelt», schreibt er im Schlussbericht.

Die erste Etappe des Auenschutzparks konnte im vergangenen Jahr abgeschlossen werden. Der Rest soll in den kommenden zwei Jahren folgen.

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