Sins
Sins rechnet dank Finanzausgleich mit einer halben Million Mehrertrag

Das Budget 2014 wird mit einem Steuerfuss von 105 Prozent vorgelegt. Nach zwei Budgets mit roten Zahlen findet die Gemeinde im nächsten Jahr wieder zurück auf die Plusseite. Unter dem Strich sollen 466800 Franken übrig bleiben.

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Ländlich gelegen, aber gut erschlossen: Sins (hier die Überbauung Rossweid) zieht viele Neuzuzüger an.

Ländlich gelegen, aber gut erschlossen: Sins (hier die Überbauung Rossweid) zieht viele Neuzuzüger an.

ES

Das Budget 2014 wurde erstmals nach den Vorgaben des neuen Rechnungsmodells HRM2 erstellt. Weil bei den Abschreibungen keine Mehrbelastung durch bereits getätigte Abschreibungen entstehen darf, kann in der Erfolgsrechnung eine Entnahme aus der Aufwertungsreserve von 336 800 Franken getätigt werden. Der gesamte Abschreibungsbetrag beträgt im nächsten Jahr 1,232 Mio. Franken.

Ertragsseite mit Finanzausgleich

Der Steuerertrag ist bei einem gleichbleibenden Steuerfuss seit 2008 unverändert bei 105 Prozent prognostiziert. Der Gesamtertrag liegt bei 9,950 Mio. Franken, wobei nach dem Ausblick auf das aktuelle Jahr und wegen verschiedenen Entlastungen gemäss neuem Steuergesetz die Steuerkraft pro Einwohner bei 2047 Franken um mehr als 2 Prozent tiefer angesetzt worden ist. Dank der Zuwanderung konnte der Gesamtsteuerertrag gleich hoch wie im Vorjahr budgetiert werden. Der Finanzausgleich des Kantons ist mit 1,018 Mio. Franken zugesichert. Der betriebliche Ertrag weist ohne Eigenwirtschaftsbetriebe einen Umsatz von 16,509 Mio. Franken aus.

Plus von 466 800 Franken

Der betriebliche Aufwand inklusive Abschreibungen liegt bei 16,146 Mio. Franken. Der Haupttreiber im rund 3 Prozent höheren Betriebsaufwand liegt hauptsächlich im Bildungsbereich mit der Zusatzbelastung bei den Lehrerbesoldungen anstelle des Gemeindebeitrags an die Spitaldefizite und dem Wegfall des Anteils am NFA, der bisher vom Kanton von den Lehrerbesoldungsanteilen abgezogen wurde. Der Ertragsüberschuss für die Einwohnergemeinde liegt bei 466 800 Franken und kann als betriebliches Eigenkapital verwendet werden. Nach zwei Budgets mit roten Zahlen findet man im nächsten Jahr wieder zurück auf die Plusseite.

Bei den Eigenwirtschaftsbetrieben resultiert in der Abwasserbeseitigung ein Minus von 361 900 Franken und bei der Abfallwirtschaft ein Plus von 97 100 Franken.

Gemässigte Investitionen

Die Investitionsrechnung der Gemeinde Sins weist bei Ausgaben von 3,179 Mio. Franken und Einnahmen von 566 000 Franken einen Finanzierungsüberschuss von 875 400 Franken (Vorjahr 7,5 Mio. Franken) aus. Nach den grossen Investitionen in den letzten zwei Jahren fallen im nächsten Jahr vor allem Investitionen im Strassenbereich bei den Flur- und Güterstrassen (1,4 Mio. Franken) sowie bei der Sanierung der Schul- und Küfermattstrasse an. Die Investitionen in die Ammannsmatthalle sind abgeschlossen und die Kreditabrechnung soll noch im laufenden Jahr erstellt werden. (az)