Sins
Marcel Paas Zuckerersatz feierte bereits erste Erfolge – genug, um die Investoren in der Höhle der Löwen zu überzeugen?

Am Dienstagabend präsentierte Bäcker-Konditor Marcel Paa aus Sins in der 3+-Sendung sein neustes Produkt «hello sweety». Für seine Firma suchte er einen Investor, der ihm 100'000 Franken anbieten kann und ihm beim Aufbau der AG hilft.

Melanie Burgener
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Bäcker-Konditor Marcel Paa aus Sins konnte mit seinem Zuckerersatz «hello sweety» den Investor Patrick Mollet in «Die Höhle der Löwen Schweiz» überzeugen.

Bäcker-Konditor Marcel Paa aus Sins konnte mit seinem Zuckerersatz «hello sweety» den Investor Patrick Mollet in «Die Höhle der Löwen Schweiz» überzeugen.

zvg

Er war gut vorbereitet und doch hätten ihn die Fragen der Löwen um ein Haar aus dem Konzept gebracht: Am Dienstagabend kämpfte Marcel Paa aus Sins in der Sendung «Höhle der Löwen Schweiz» auf 3+ um ein Investment für sein neustes Produkt. Der 35-jährige Bäcker-Konditor-Meister präsentierte den von ihm kreierten Zuckerersatz «hello sweety» und erhoffte sich 100'000 Franken für einen Anteil von fünf Prozent an seiner Firma, der hello sweety AG.

Zu überzeugen galt es die Löwen Bettina Hein (Gründerin mehrerer Unternehmen in der Softwarebranche), Roland Brack (Gründer des Onlinehandels brack.ch), Tobias Reichmuth (Nachhaltigkeitsinvestor), Patrick Mollet (Mitinhaber der Firma Great Place to Work) oder Jürg Schwarzenbach (Inhaber der Investment-Firma Marcaro).

Alle äusserten Zweifel, dass das von Paa gewählte Firmenmodell mit weiteren beteiligten Personen das Richtige sei. «Bei diesen Fragen war ich etwas überfordert. Aber es scheint, als hätte ich sie gut beantworten können», schätzt Paa ein.

Investoren testeten das Produkt live in Form von Kuchen

Marcel Paa verzichtete während einiger Wochen auf Zucker. Die Suche nach einem Ersatzprodukt erwies sich als schwierig und so entschied der Sinser, dass er selber ein Produkt entwickelt. Zwischen 300 und 400 Backversuche hat er dafür gebraucht. Sein Ergebnis, «hello sweety», ist rein pflanzlich, laktosefrei und weist zu dem 50 Prozent weniger Kalorien auf als das Original. Und das Beste: «Es schmeckt in den Produkten genau gleich wie der herkömmliche Zucker», so Paa. Davon durften sich die Investoren in der Sendung bei einem Kuchentest gleich selbst überzeugen.

Sinser Marcel Paa tritt mit dem Zuckerersatzmittel «hello sweety» in 3+ bei «Die Höhle der Löwen» an.

CH Media/ 3+

Einige Kundinnen und Kunden konnte Marcel Paa bereits ohne die Hilfe der Löwen für sich gewinnen. Innerhalb von sieben Monaten habe er rund 20'000 Packungen des Zuckerersatzes verkaufen können, erzählte er in der Sendung. Auf Anfrage der AZ, weshalb er dennoch in 3+ auftrat, sagte Paa: «Es gibt bei ‹hello sweety› noch zwei Probleme, für deren Lösung wir Hilfe brauchen.»

Gleich drei Löwen wollten investieren

Eines dieser Probleme betreffe den Preis des Produktes. Aktuell sei dieser mit 7.90 Franken im Vergleich zum Original noch sehr hoch. «Den Preis können wir nur senken, wenn wir mehr produzieren können», so Paa. Weiter würde er auch gerne die Verpackung ändern. «Die ist momentan noch plastifiziert und sollte nachhaltiger werden.» Für beide Ziele braucht das junge Unternehmen Geld.

Während der Sendung durften die Löwen «hello sweety» live in Form von Kuchen probieren – und waren sichtlich begeistert.

Während der Sendung durften die Löwen «hello sweety» live in Form von Kuchen probieren – und waren sichtlich begeistert.

zvg

Und dieses hätte am Dienstagabend gleich drei Investoren geboten. Patrick Mollet sprang als erster auf den Zug auf und akzeptierte Paas Angebot von 100'000 Franken für einen Firmenanteil von fünf Prozent. Auch Jürg Schwarzenbach hätte diese Summe geboten, allerdings für 10 Prozent. Roland Brack hätte für 10 Firmenprozente gar auf 150'000 erhöht.

Seine Entscheidung fiel auf Investor Patrick Mollet. «Mir war es wichtig, dass ich nicht einfach einen Finanzinvestor überzeuge, sondern jemanden im Boot habe, der uns wirklich helfen kann. Bei ihm hatte ich das Gefühl, die Chemie stimmt auf beiden Seiten», begründet er.

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