Neujahrskonzert

Sina sang – und vom ersten Ton an begann in Villmergen ein gutes neues Jahr

Sina verzückte mit Walliser Charme und grossartiger Stimme die Zuhörer in der Kirche von Villmergen.

Sina verzückte mit Walliser Charme und grossartiger Stimme die Zuhörer in der Kirche von Villmergen.

Der Kulturkreis Villmergen feiert 2018 sein 50-jähriges Bestehen. Zum Auftakt des Jubeljahres gab Sina ein Neujahrskonzert in der Pfarrkirche.

24 Streicher, eine Akkordeonistin und Sina. Das ist das Rezept, aus dem man den perfekten Musikmix für das neue Jahr zaubert. Aufgeschrieben, respektive arrangiert, hat diesen Hörgenuss Markus Kühne, seines Zeichens Ehemann von Sina, gebürtiger Villmerger und vielbeschäftigter Musiker, Komponist und Arrangeur auf allen Bühnen dieses Landes.

Dirigent Harald Siegel hat den verführerischen Tondrink dann zusammen mit der Camerata aksademica gemischt, geschüttelt und gerührt, damit er genau im richtigen Verhältnis in die geneigten Ohren gegossen werden konnte. Und das waren viele, denn die katholische Kirche von Villmergen war so gut wie voll besetzt, als Herbert Thürig, Präsident des Kulturkreises Villmergen, die Konzert- und anschliessenden Neujahrsapérobesucher begrüssen durfte.

Sina war an diesem Abend in absoluter Geberlaune. Erst zum zweiten Mal hat sie dieses Potpourri aus eigenen Liedern und Fremdkompositionen mit Orchesterbegleitung vorgetragen, aber die Reaktion des Publikums liess keinen Zweifel daran, dass die Lötschentalerin mit ihrer überwältigenden Altstimme und diesem Programm auch erfolgreich auf Tour gehen könnte. Bleibt für den Rest der Schweiz zu hoffen, dass die stehenden Ovationen und der nicht enden wollende Applaus entsprechende Auswirkungen auf Sinas Konzertplanung haben.

Ob sie im breitesten Lötschentaler Dialekt «Bluämun» und «Fiirvogl» singt oder eine Bearbeitung von Bill Whiters’ Ain’t No Sunshine When She’s Gone, ihre Stimme trifft genau den Nerv, malt und zaubert Stimmungen in den Raum, dass man vom einen Gefühlsbad ins nächste gleitet. Patricia Draeger wird mit ihrem Akkordeon zur musikalischen Gesprächspartnerin Sinas.

Beide können auf dem dicht gewobenen, fein gesponnenen Streicherteppich sicher auftreten, tanzen, sich darin einwickeln und damit sogar fliegen.
Obwohl die meisten Lieder recht wehmütig, auch traurig sind, so schimmert doch immer wieder das nächste Morgenrot durch. Dafür sorgt Sina nicht zuletzt mit ihren launigen Ansagen und eben mit einer Stimme, die ein gutes neues Jahr verspricht. (ian)

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