Bremgarten

Siegerprojekt erkoren: So soll der neue Bahnhof Bremgarten ab 2025/26 aussehen

Der zukünftige Skelettbau des Bahnhofs.

Der zukünftige Skelettbau des Bahnhofs.

Eine Fachjury hat das Siegerprojekt zur neuen Gestaltung des Bahnhofs Bremgarten erkoren. Es heisst «Drop By» und stammt von den Aarauer Architekten Schneider und Schneider.

Das Gebiet um den Bahnhof Bremgarten soll in den kommenden Jahren eine markante Veränderung erfahren. Die Aargau Verkehr AG (AVA) plant, das rund 3700 Quadratmeter grosse Areal mit einem städtebaulichen Neubau zu gestalten und den Bahnhof inklusive Busbahnhof zu einer attraktiven Verkehrsdrehscheibe umzubauen. In den vergangenen Monaten haben fünf Architektenteams Projekte ausgearbeitet. Nun hat gestern Dienstag die Fachjury das Siegerprojekt präsentiert. Das Architektenteam Schneider & Schneider aus Aarau hat sich mit seinem Projekt «Drop By» durchsetzen können.

Es besteht aus zwei unterschiedlich hohen Gebäudeteilen mit Gewerbe und Wohnungen. Einem Punktgebäude namens «Reusstor» mit acht Geschossen und 28 Metern Höhe sowie dem halb so hohen Skelettbau namens «Gleis 1». In der Projektbeschreibung heisst es: «Das Reusstor funktioniert gleich seinem Namen als Einfahrtstor zu Bremgarten.»

Der neue Bahnhof von Bremgarten in einer Visualisierung

Der neue Bahnhof von Bremgarten in einer Visualisierung

Busse werden in Zukunft nicht mehr beim Obertorplatz wenden

Jurypräsidentin Maja Stoos sagt über das Projekt «Drop By»: «Es besticht mit der Schaffung eines prägenden Stadtraumes. Das Bahnhofsareal bietet so gleichzeitig ein breites Angebot an attraktiven Wohn- und Gewerberäumen. Wir waren der Meinung, dass dieses Projekt das Bild eines Bahnhofs am besten abbildet.» Mit der neuen Überbauung verändern sich auch die Buswege. In Zukunft werden die Busse nicht mehr beim Obertorplatz wenden müssen, sondern direkt beim Bahnhof.

Der Neubau wird an der Zürcherstrasse auch Auswirkungen auf das bereits 2014 erstellte nebenan liegende City Center haben. Die dortige Tiefgarageneinfahrt wird aufgehoben und weiter nördlich ins neue Gebäude «Gleis1» integriert. Bremgartens Stadträtin Doris Stöckli freut sich schon jetzt auf den neuen Bahnhof. «Bremgarten bekommt neben der Altstadt ein zweites Gesicht und eine Visitenkarte. Unsere Freude ist gross», sagt sie.

Die AVA möchte den Neubau so rasch als möglich realisieren. «Damit wir unseren Fahrgästen einen neuen attraktiven Begegnungsort anbieten können», erklärt Verwaltungsratspräsident Roland Abt. Gemäss AVA-Projektleiter Mathias Grünenfelder wird mit einem Zeithorizont um die Jahre 2025/26 gerechnet. Im Detail werde das Projekt sicher noch die eine oder andere Anpassung erfahren.

Wie die einzelnen Projekte ausgesehen haben, kann die Bevölkerung noch bis nächsten Freitag, 23. Oktober, besichtigen. Die Modelle und Informationen sind jeden Abend zwischen 17 und 20 Uhr im Bremgarter Zeughaussaal ausgestellt.

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