Wohlen

Sieben Jahre bestimmte er mit: SP-Fraktionschef geht

Alex Stirnemann tritt von seinem Amt als Wohler Einwohnerrat zurück, weil er wegzieht.

Alex Stirnemann tritt von seinem Amt als Wohler Einwohnerrat zurück, weil er wegzieht.

Wohler SP-Fraktionschef Alex Stirnemann wurde verabschiedet.

Viele Erfahrungen und einen vertieften Einblick in die politischen Vorgänge nehme er mit aus sieben Jahren Ratsarbeit, zieht Alex Stirnemann Bilanz. Er wurde am Montagabend von Einwohnerratspräsident Meinrad Meyer verabschiedet. Der 28-Jährige trat sein Amt 2013 als Nachfolger von Arsène Perroud an, der damals in den Gemeinderat gewählt wurde.

«Wenn man will, kann man einiges bewegen», blickt er zurück auf die Jahre im Rat. Das Amt erfordere persönlichen Einsatz und die Bereitschaft, sich mit den unterschiedlichsten Themen auseinanderzusetzen. Denn: «Die Verwaltung hat für alles die passende politische Antwort.» Für die Einwohnerräte gelte es, die richtigen Fragen zu stellen.

Als Mitglied der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission habe er Einblick in unterschiedliche Geschäfte erhalten. «In der Kommission ist man nah dran und hat die Möglichkeit, Entscheidungen mit zu lenken», so der Projektleiter Natur- und Landschaft beim Kanton Aargau. Die politische Arbeit habe ihn viel Freizeit gekostet und zeige, dass das Milizsystem an seine Grenzen stosse. Nach den Jahren im Rat weiss er um die Beschränktheit der politischen Gestaltungsmöglichkeiten eines Einzelnen.

Ein politisches Amt strebt er in Holziken vorerst nicht an

Dennoch sei es ihm und seiner Fraktion gelungen, mitzureden. Er nennt als Beispiel das Ringen um den Steuerfuss. Die SP habe Erhöhungen stets gutgeheissen. Dass sich bürgerliche Politiker am Montagabend erschreckt zeigten über die finanzielle Entwicklung der Gemeinde, erstaunte ihn: «Das war ja absehbar.» Dass die bürgerlichen Räte hingegen die Entscheidung, gemeindeeigenes Land im Baurecht abzugeben, lobten, freut ihn. Dies sei das Verdienst seiner Partei, die den Grundstein dazu gelegt habe. Dass er nun in die SVP-Hochburg Holziken zieht, ist Zufall. «Ich bin sicher, dass dort anständig politisiert wird.» Er freue sich jedenfalls auf die erste Gemeindeversammlung. Ein politisches Amt strebe er aber vorerst nicht an.

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