Sins

Sie helfen den Kindern wortwörtlich auf die Sprünge

Corinne Arnold, Angela Ochsner, Claudia Roos und Ulla-Mari Juvonen (von links), hier beim Fotografieren für die eigene Homepage, führen die Kindertherapie Oberfreiamt in Sins. ES

Corinne Arnold, Angela Ochsner, Claudia Roos und Ulla-Mari Juvonen (von links), hier beim Fotografieren für die eigene Homepage, führen die Kindertherapie Oberfreiamt in Sins. ES

Vier Frauen fördern mit Ergo- und Physiotherapie die Entwicklung der Kinder. Der Bedarf ist ungebrochen.

Seit einem Vierteljahrhundert hilft Kindertherapie Oberfreiamt in Sins den Kleinen mit Ergo- und Physiotherapie. Bei der alltäglichen Arbeit hat sich in dieser Zeit nicht viel geändert, sagen die vier Frauen, die die Praxis heute betreiben. Wohl aber im Umfeld: «Die Eltern sind bezüglich der allgemeinen Entwicklung ihrer Kinder aufmerksamer geworden und auch eher bereit, Hilfe in Anspruch zu nehmen und eine Therapie aktiv zu begleiten», stellen die vier Therapeutinnen fest, die in dieser Praxis an der Bahnhofstrasse 11 in Sins arbeiten, fest.

Anders als bei Erwachsenen

Die Ergotherapie fördert Menschen, die durch physische oder psychische Erkrankungen oder durch Entwicklungsstörungen in ihren alltäglichen Handlungsfähigkeiten beeinträchtigt sind. Die Physiotherapie wiederum dient vor allem der Erhaltung oder Wiederherstellung der Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des menschlichen Körpers. Manchmal kann es auch zu Überschneidung beider Therapieformen kommen. Sicher ist, dass die Anforderungen bei der Behandlung von Kindern anders sind als bei Erwachsenen. «Erwachsenen kann ich erklären, was ich mache», sagt Ergotherapeutin Corinne Arnold, die mit Claudia Roos und Angela Ochsner in der Kindertherapiepraxis Oberfreiamt diese Dienstleistung anbietet. «Kinder müssen wir spielerisch ansprechen.» Auch Physiotherapeutin Ulla-Mari Juvonen - de Regt macht klar, dass es eine besondere Herausforderung bedeutet, mit Kindern zu arbeiten. «Auch wenn man die gleiche Diagnose hat, ist der Zugang und die Therapie bei jedem Kind ganz individuell.» Zudem müssen Eltern ihre Kinder bei notwendigen Übungen zu Hause begleiten.

Aufmerksamer, informierter

Juvonen und Arnold haben die Praxis, die Bärbel Kaspar vor 25 Jahren gegründet hat, 2007 übernommen. Eltern sind sensibler und aufmerksamer geworden, was Bewegungskoordination und Haltung sowie Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern betrifft, stellen sie fest, wenn sie auf die Entwicklung ihrer Praxis zurückblicken. «Sie sind auch kompetenter, informieren sich umfassend und sind bereit, aktiv bei einer Therapie mitzuarbeiten», stellen die Therapeutinnen fest. Verändert hat sich das Umfeld. «Die Krankenkassen fordern heute stark den Nachweis, dass eine Therapie notwendig ist und auch wirkt», sagt Arnold. In der Regel werden die Kinder von den Kinder- und Hausärzten oder vom Kinderspital an die Praxis überwiesen. Aber es klopfen Eltern auch direkt an, etwa um eine Meinung einzuholen oder eine Abklärung zu machen. Die Kindertherapie Oberfreiamt hat ein Einzugsgebiet weit über die im Namen genannte Region hinaus: «Zu uns kommen auch viele Kinder aus den angrenzenden Kantonen Zug und Luzern.»

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