Bootcamp
Sie bringt Freiämter ins Schwitzen

Jennifer Vazquez will im Freiamt mit einem Bootcamp ein neues Sportangebot etablieren. Die 22-Jährige erklärt, wieso man bei ihr und nicht im Fitnesscenter schwitzen soll.

Dominic Kobelt
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Jennifer Vazquez Bootcamp
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«Man braucht keine teuren Geräte, um effektiv zu trainieren», sagt Vazquez.
Sie lädt am 28. April zum Probetraining.
Vazquez ist Pharma-Assistentin in einer Apotheke.

Jennifer Vazquez Bootcamp

Dominic Kobelt

Jennifer Vazquez lässt gerne Leute leiden. Sie sagt das mit einem verschmitzten Lächeln, und meint es durchweg positiv. Die 1,55 m kleine Frau treibt die Leute an, ihre sportlichen Leistungen zu verbessern, zu schwitzen, etwas für ihre Gesundheit zu tun. «Meine Arbeitskolleginnen und -kollegen beschreiben mich zwar als jemanden, auf den man nicht wütend sein kann, aber seit ich mit ihnen trainiere, wissen sie, dass ich auch ein Giftzwerg sein kann», erzählt die 22-Jährige.

Das gemeinsame Workout nutzt sie, um Erfahrung als Trainerin zu sammeln, denn bald wird sie eine Bootcamp-Gruppe leiten. Bootcamp beschreibt ein Fitnessprogramm, das man nach Möglichkeit im Freien absolviert und für das man die Umgebung nutzt: Liegestützen, Treppen laufen, auf Mauern springen – die Möglichkeiten sind vielfältig. Nur bei Regen oder Schnee wird die Gruppe im Tanzladen in Wohlen schwitzen. «Es geht darum, an der frischen Luft zu sein, und mit einfachen Hilfsmitteln zu arbeiten. Man braucht keine teuren Geräte, um effektiv zu trainieren.» Die Übungen können im Schwierigkeitsgrad variiert werden, sodass Anfänger als auch sehr sportliche Menschen mitmachen können. Der Sport richtet sich an Männer und Frauen aller Altersgruppen.

Braucht es das?

Ist Bootcamp nur eine Modeerscheinung, oder braucht es dieses Angebot tatsächlich? «Ja, als Gegenpol zu allen Fitnesszentren ist das Trainieren an der frischen Luft perfekt. Das Gute am Bootcamp ist, dass man funktionelle Übungen macht.» Konkret: «Die Muskeln, die man stärkt, braucht man auch im Alltag, so wird etwa der Rücken trainiert.» Dies beugt Beschwerden vor, die durch lange Büroalltage entstehen können. Wer nur an seinem Bizeps arbeiten möchte, sollte also weiterhin das Fitnessstudio besuchen. «Das sieht vielleicht schön aus, bringt aber der Gesundheit nicht viel – bei uns steht jedoch das Ganzheitliche im Vordergrund.» Zudem könne der Sport in der Gruppe die Motivation erhöhen, und das sogenannte «hoch intensive Intervalltraining» fördere sowohl Kraft als auch Ausdauer.

Wenn Vazquez nicht gerade Klimmzüge oder Rumpfbeugen macht, dann arbeitet sie als Pharma-Assistentin in einer Apotheke – daher auch ihr Interesse und Fachwissen im Bereich Gesundheit. Vor sechs Jahren hat sie mit Fitness angefangen. «Ich bin aber lieber in der Natur als in einer Halle, und so habe ich draussen trainiert und auch Videos gemacht und diese auf Facebook und Instagram gestellt», erzählt sie. Hinterher ist sie von verschiedenen Leuten angefragt worden, ob sie nicht einmal ein Training geben würde. Inzwischen ist sie ausgebildete Fitnessbetreuerin und Bootcamper-Functional-Trainerin.

Probetraining im April

Wer mitmachen möchte, der sollte am Probetraining am 28. April teilnehmen, Treffpunkt ist um 10 Uhr beim Tanzladen in Wohlen, an der Freiämterstrasse 5. Auch an allen künftigen Terminen dürfen Interessierte nach Voranmeldung einmal gratis reinschauen. Die Trainings finden im Raum Bremgarten/Wohlen statt, je nach Wunsch der Teilnehmenden. Ein 10er-Abo, begrenzt auf drei Monate, kostet 160 Franken, Einzeltrainings kann man für 20 Franken besuchen.

Mehr Infos unter: www.jenn-bootcampzone.ch