Jonen

Sicherheitsdienst gegen Vandalen, Kiffer und Ruhestörer

(Symbolbild)

In Jonen patrouilliert ein Sicherheitsdienst.

(Symbolbild)

Seit rund zwei Monaten patrouilliert im Dorf ein privater Sicherheitsdienst. Obwohl die Erfahrungen positiv sind, hofft Gemeindeammann Béatrice Koller, dass der Einsatz bald wieder beendet werden kann.

Neben der Regionalpolizei sorgt in Jonen neu auch der private Sicherheitsdienst OSD für Ruhe und Ordnung. «Diese Massnahme wurde leider nötig, nachdem auf dem Schulgelände und an anderen Orten im Dorf Saufgelage, Konsum von Drogen, verbunden mit Littering, Lärm und Vandalismus, zu unhaltbaren Zuständen geführt hatten», hält der Gemeinderat in einer Mitteilung fest.

Gegen die Treffpunkte der Jugendlichen (ausgenommen Friedhof und Abdankungshalle) hätten Behörden und Bevölkerung nichts einzuwenden, heisst es in der Meldung. Problematisch werde es, wenn es zu Littering, Zerstörungen und Ruhestörung komme.

«Dies war leider immer öfter der Fall, Anwohner haben sich beim Gemeinderat gemeldet und reklamiert», sagt Béatrice Koller, Gemeindeammann in Jonen. Als Folge davon habe der Gemeinderat entscheiden, den privaten Sicherheitsdienst zu engagieren.

Gespräche und Personenkontrolle

Béatrice Koller hält fest, es gehe nicht darum, möglichst viele Bussen gegen Jugendliche auszusprechen. «Primär suchen die Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes das Gespräch mit ihnen und machen sie auf ihr Fehlverhalten aufmerksam», sagt Koller.

Dieses Vorgehen habe sich in den letzten zwei Monaten bewährt. «Wir hatten kaum noch Reklamationen aus der Bevölkerung, die Situation hat sich markant verbessert.»

Gratis ist das Plus an Sicherheit in Jonen aber nicht. «Pro Monat entstehen Kosten von rund 2500 Franken, die nicht nötig wären, würden sich die Jugendlichen an die Regeln halten», schreibt der Gemeinderat.

Anzeigen bei Drogendelikten

Und mit Gesprächen allein ist das Problem offensichtlich auch nicht zu lösen. «Kiffende oder Alkohol konsumierende Jugendliche unter 16 bzw. 18 Jahren werden ab sofort rigoros verzeigt», kündigt der Gemeinderat in seiner Mitteilung an.

Ebenso würden die Täter bei Nachtruhestörung, Sachbeschädigungen oder Littering verzeigt, zur Kasse gebeten sowie zum Aufräumen verpflichtet. Da der Sicherheitsdienst die Namen aufnimmt, sollen die Eltern der jungen Betroffenen ab sofort vom Gemeinderat ein Schreiben erhalten.

Béatrice Koller sagt, bisher habe man keine Jugendlichen anzeigen müssen. «Die ersten Elternbriefe gehen aber in den nächsten Tagen raus.» Sie will die Eltern in die Pflicht nehmen und hofft dadurch auf eine Entschärfung der Situation.

Koller betont: «Wir möchten den Einsatz des Sicherheitsdienstes so rasch wie möglich wieder beenden. Das geht aber nur, wenn wir die Probleme wirklich den Griff bekommen.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1