Niederwil
Seltenes Gemüse zum Bestaunen und Probieren

Am 1. Juni eröffnet der Reusspark Gnadenthal in Niederwil das erste Pro-Specie-Rara-Schaugewächshaus der Schweiz.

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Das schweizweit erste Pro-SpecieRara-Schaugewächshaus.

Das schweizweit erste Pro-SpecieRara-Schaugewächshaus.

zvg

Rare, bedrohte und besonders schützenswerte Tomaten, Peperoni, Auberginen, Bohnen und andere wärmeliebende Pflanzen sind es, die ab dem 1. Juni im Gnadenthal zu bestaunen sein werden. Denn dann wird auf dem Areal des ehemaligen Klosters das schweizweit erste Schaugewächshaus der Pro Specie Rara eröffnet. Pro Specie Rara betreibt in der ganzen Schweiz ein Schaunetz diverser Gärten und Arche-Höfen, in denen die Vielfalt der bedrohten Nutztiere und Kulturpflanzen erlebt werden kann.

Jedes Jahr werden hier rund 300 alte Gemüsesorten angepflanzt, fünf bis zehn davon werden zudem für Pro Specie Rara vermehrt. Dies sind Sorten, von denen nur noch extrem wenig Saatgut vorhanden ist, sodass sie kurz vor dem Aussterben stehen. Mit dem frischen Saatgut wird ihr Überleben gesichert.

FiBL begleitet das Projekt

Begleitet wird das Projekt von Martin Koller vom Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Frick. Die Projektleitung liegt bei Annafried Widmer-Kessler aus Eggenwil, der Pro-Specie-Rara-Sortenbetreuerin, und Irene Briner, der Kulturverantwortlichen des Reussparks. Unterstützt werden sie von Daniel Rimann, dem verantwortlichen Gärtner und stellvertretenden Leiter des technischen Dienstes des Reussparks, sowie von zahlreichen freiwilligen Helferinnen und Helfern. Auch die Bewohnerinnen und Bewohner des Reussparks sorgen dafür, dass die seltenen Pflanzen gut gedeihen. Für sie wurden an diesem speziellen Ort sinnvolle und betreute Beschäftigungsplätze geschaffen.

Die feierliche Eröffnung am 1. Juni beginnt um 17 Uhr mit Führungen durch das Schaugewächshaus. Nachdem die Gäste ein erstes Auge auf die Pflanzen werfen konnten, hält Ständerätin Christine Egerszegi um 18Uhr eine kurze Ansprache. Zu den ausgestellten, ursprünglich aus Südamerika stammenden Pflanzen fehlt nicht der passende musikalische Rahmen. Die Konzertflötistin Ilona Kocsis Näf aus Niederrohrdorf und der Konzertgitarrist Benjamin Scheck aus Uster sorgen mit Stücken aus der Welt der traditionellen brasilianischen Musik für die richtige Atmosphäre.

Auch nach der Eröffnung sind Führungen und Anlässe im neuen Schaugewächshaus geplant. Dazu zählen auch Führungen und Kurse rund um traditionelle Kulturpflanzen. Am
24. Juni (19 bis 22 Uhr) wird eine sinnlich-besinnliche Johannisnacht mit Speis, Trank und Geschichten aus dem Reich der Paradiesfrüchte gefeiert. Am 22. Juli und 19.August (16 bis 20 Uhr) ist der Tag des offenen Pro-Specie-Rara-Schaugewächshauses mit Tomatenverkauf mit Degustation sowie einer Führung. Auch am Vielfaltsmarkt in Zürich vom 22. September werden Produkte aus dem Pro-Specie-Rara-Schaugewächshaus angeboten. Am 30. September wird die letzte Ernte mit einem kleinem Erntedankfest gefeiert. (az)

Aktuelle Daten gibts unter www.prospecierara.ch und www.reusspark.ch

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