Sarmenstorf

Selbstporträts neben Ironman: 17-Jähriger stellt erstmals seine Bilder aus

Derzeit zeichnet Eric Meier oft im Comicstil – seine Fantasie kennt kaum Grenzen.

Derzeit zeichnet Eric Meier oft im Comicstil – seine Fantasie kennt kaum Grenzen.

Der 17-jährige Maurer-Lehrling Eric Meier stellt erstmals seine Bilder aus.

«Dass es so viele Bilder sind, hätte ich selbst nicht gedacht», stellt der 17-jährige Eric Meier überrascht fest, als er vom Aufbau seiner ersten Ausstellung berichtet. 67 Werke in verschiedenen Stilrichtungen sind es, die sich die interessierten Besucher am Wochenende im Kulturkeller der Alpinit in Sarmenstorf anschauen konnten. Die Werke reichten vom Selbstporträt direkt neben dem Eingang bis zur Zeichnung von Ironman beim Tresen. Die Anzahl seiner Werke war es denn auch, die den jungen Künstler dazu bewogen hat, eine Ausstellung auf die Beine zu stellen: «Als ich meine Bilder durchgeschaut habe, ist mir aufgefallen, dass es gar nicht so wenige sind», erinnert sich Meier. Eltern, Freunde und Bekannte haben sein Vorhaben tatkräftig unterstützt. So konnten Besucher für ein Wochenende in die bunte Welt seiner Fantasie eintauchen. Diese Chance nutzten viele und unterhielten sich mit dem jungen Künstler über seine Bilder. Neben den verzeichneten 67 Werken waren auf einem Tisch weitere Bilder, Zeichnungen sowie eine Fotomappe ausgestellt, die zum genaueren Hinsehen einluden.

Von düster bis Papagei

Die Bilder seien in den letzten drei Jahren entstanden. «Ich habe aber eigentlich schon immer gemalt», erzählt der junge Künstler, «es ist gut, um abzuschalten. Und es macht mir Freude, Ideen aufs Papier zu bringen.» Die Schule für Gestaltung in Aarau habe ihm bei seiner künstlerischen Entwicklung sehr geholfen, dort habe er verschiedene Stile und Techniken ausprobieren können. «Das war eine sehr lehrreiche Zeit», sagt Eric Meier. Die Abschlussarbeit des Kurses zum Thema «Düstere Welt, verfolgt von Angst und Schrecken, Bedrängnis» hat auch ihren Platz in der Ausstellung gefunden. Doch es sind nicht nur dunkle Kunstwerke ausgestellt: Gut getroffene Zeichnungen von Adler und Papagei sind zu bewundern, dazu die Bremer Stadtmusikanten oder die einsame Blume, um nur eine kleine Auswahl zu nennen. Wobei die Werke in unterschiedlichen Techniken wie Aquarell, Gouache, Siebdruck, Blei- und Filzstift gearbeitet sind und damit die ganze Bandbreite des jungen Malers widerspiegeln.

Inspirieren lassen statt kopieren

Auf die Frage, womit er besonders gern arbeitet, antwortet Meier: «Momentan zeichne ich gern mit Filz- und Bleistift und mit Kugelschreiber. Damit bekommt man auch Schattierungen gut hin.» Aber seine Vorlieben können variieren, er sei für vieles offen. Zurzeit zeichne er gern im Comicstil. Damit trifft er den Zeitgeist. Inspiriert ihn ein Künstler besonders? «Nein, es sind eher Stilrichtungen und Bilder, die mich inspirieren. Aber ich zeichne nicht ab, sondern versuche, im Stil etwas Eigenes zu schaffen.» Das Internet sei eine gute Inspirationsquelle für ihn, besonders die sozialen Bildernetzwerke Instagram und Pinterest.

Nach der Schule für Gestaltung hätte Eric Meier gern eine Ausbildung zum Steinbildhauer begonnen, aber da seien Lehrstellen rar. Deswegen erlernt er nun das Maurer-Handwerk, was ihm auch Spass mache. Nach dem Abschluss wäre es durchaus möglich, dass er weiterhin im künstlerischen Bereich tätig sein wird. «Selbständig sein und anderen Leuten meine Kunst näherzubringen, das könnte ich mir gut vorstellen», sagt der Sarmenstorfer.

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