Muri

Seit 50 Jahren eine wichtige Institution im gesellschaftlichen und kulturellen Gemeindeleben

Drei Präsidenten, eine Präsidentin: Urs Pilgrim, Marco Hauser, Hanny Grob und Robert Häfner (von links) freuen sich mit vielen Gästen über den Erfolg der Stiftung Murikultur.

Murikultur feierte ein halbes Jahrhundert Bestehen und erinnerte an Meilensteine und die Entwicklung der Stiftung.

Der Erfolg der Stiftung Murikultur hat viele Väter und auch ein paar Mütter. Der jetzige Präsident, Robert Häfner, und Vizepräsidentin Marlène Nogara riefen an der 50-Jahr-Feier in Erinnerung, wie bescheiden, aber voller Tatendrang Nationalrat Leo Weber und Josef Räber mit einer Handvoll Mitstreitern die damalige Kulturstiftung St. Martin gegründet haben.

«Grossartige eigene finanzielle Mittel hatte die Stiftung bis heute nie.» Aber sie brachten von Anfang an «neue Farbtupfer ins gesellschaftliche und kulturelle Leben von Muri».

Ganz entscheidende Impulse kamen mit dem zweiten Präsidenten, Marco Hauser, weil er finanzielle Quellen fand: Die Josef Müller-Stiftung und die Fondation Emmy Ineichen ermöglichten mit ihren Unterstützungen neue Projekte und ein breiteres kulturelles Angebot, das von der dritten Präsidentin, Hanny Grob, ausgebaut wurde.

Es wurde gewisse Professionalisierung nötig

Als Daniel Düsentrieb bezeichnete Häfner den vierten Präsidenten, Urs Pilgrim. Er habe Murikultur zum kantonalen Leuchtturm gemacht. Er war es, der in Franz Käppeli einen weiteren Freund und grosszügigen Gönner fand.

«Urs Pilgrim hat Franz Käppeli überzeugt, den Singisenflügel zu kaufen und später der Stiftung zu schenken, sowie Gemeinderat und Gemeindeversammlung zum Verkauf bewegen können.» Damit habe er den Grundstein «für eine atemberaubende Entwicklung der kulturellen Vielfalt» gelegt.

Mit der Installation einer professionellen Geschäftsführung und dem Aufbau des Besucherzentrums, der kürzlichen Eröffnung des Museums Caspar Wolf und des Singisenforums für zeitgenössische Kunst ist ein Höhepunkt erreicht. Im Aufbau ist das neue Grossprojekt, das Theater «Amerika», das 2020 aufgeführt wird.

Doch das ist noch lange nicht das Ende: «Wir denken über die Umnutzung des zweiten Obergeschosses des Singisenflügels nach», führte Häfner aus. «Murikultur will auch in Zukunft eine wichtige Rolle im kulturellen und gesellschaftlichen Leben spielen.»

In Zukunft werde man wohl an die Grenzen der Ehrenamtlichkeit, die bis heute einer der Grundpfeiler von Murikultur bildet, stossen.

Gemeinderat Heinz Nater dankte Murikultur für ihr Engagement. Seit der Gründung habe die Stiftung das Klosterdorf über die Region hinaus zum kulturellen Hotspot gemacht.

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