Auw
Schwungvolles Konzert mit anspruchsvollem Programm

Musik wird an einem Konzertabend grossgeschrieben, so auch beim Jahreskonzert der Brass Band Auw, die sich als Motto ganz passend «Music» ausgewählt hatte. Das Publikum bekam einen Vorgeschmack auf das Eidgenössische in Montreux im Juni.

Verena Schmidtke (Text und Foto)
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Jahreskonzert Brass Band Auw
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Jahreskonzert Auw, Zum Abschluss ist Mitsingen gefragt - Dirigent Thomas Mosimann fordert das Publikum zum Mitmachen auf 2
Jahreskonzert Auw, Zum Abschluss ist Mitsingen gefragt - Dirigent Thomas Mosimann fordert das Publikum zum Mitmachen auf 1
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Jahreskonzert Auw, Vereinspräsident Marco Imbach
Jahreskonzert Auw, ABM Brass Junior unter der Leitung von Martin Aregger 1
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Jahreskonzert Auw, Der Dirigent Thomas Mosimann und seine Musiker
Jahreskonzert Auw, ABM Brass Junior unter der Leitung von Martin Aregger 2

Jahreskonzert Brass Band Auw

Verena Schmidtke

Das Konzert war auch ein guter Anlass, das Stück aufzuführen, das die Musiker beim Eidgenössischen Musikfest in Montreux spielen werden. Mit drei Stücken plus einer Zugabe eröffneten die ABM Brass Junior den musikalischen Abend unter der Leitung von Martin Aregger. Für den «Napoleon Marsch», «Pirates of the Caribbean» und «See you later Alligator» spielte sich die Band schnell ins Herz des Publikums in der Mehrzweckhalle. Leider verlasse der Dirigent nach acht Jahren die Band Ende Schuljahr, verkündeten die jungen Musiker. Sie dankten ihm für sein grosses Engagement und die tolle Zusammenarbeit.

Dann übernahm die Brass Band mit ihrem Dirigenten Thomas Mosimann das Ruder und zeigte bei den präsentierten neun Musikstücken ihre Vielseitigkeit. Für das Jahreskonzert probten die Musiker seit Februar zweimal pro Woche, berichtete Vereinspräsident Marco Imbach. Er zeigte sich zufrieden mit dem Abend, merkte aber schmunzelnd an: «Die Freitagsstimmung ist schon etwas spürbar, aber das ist nach einer Arbeitswoche ja kein Wunder.» Nachdem die Band schwungvoll den letzten Rest der besagten Freitagsstimmung vertrieben hatte, liess sich das Publikum aber von dem abwechslungsreichen Programm mitreissen und forderte später begeistert Zugaben.

Kirchenmusik und Samba-Rhythmen

Ein Höhepunkt des Abends war sicher die Vorstellung von «Cristo Redentor», das die Brass Band als Wettbewerbsbeitrag beim Eidgenössischen Musikfest in Montreux am 11. Juni präsentieren wird. Marco Imbach erklärte, die Musikkommission habe das Stück von Steven Ponsford ausgewählt. «Die Kriterien dafür sind», so der Vereinspräsident, «dass es der Band liegen muss, und anspruchsvoll sollte es für so einen Wettbewerb natürlich auch sein.» Wichtig sei zudem der Spass an der Musik und dass die Proben auch nach Wochen immer noch spannend sind. Den Titel «Cristo Redentor» wählte Ponsford nicht zufällig nach der berühmten Christus-Statue in Brasilien. Mit moderner Kirchenmusik und heissen Samba-Rhythmen verweist er mit seiner Komposition deutlich auf das lateinamerikanische Land.

Zu hören gab es ausserdem traditionelle Stücke wie «Bundesrat-Gnägi-Marsch» von Albert Benz und «Midnight in Moscow», das nicht mit einem anderen Moscow-Hit verwechselt werden sollte, wie Raphael Villiger, der Moderator des Abends, betonte. Aus Schweizer Feder stammte «Milestone», das komponierte nämlich Mario Bürki. Ganz modern zeigte sich die Brass Band mit dem James-Bond-Hit «Skyfall», den die berühmte Adele gesungen hat. Wie es das Motto des Abends vermuten lässt, durfte John Miles’ «Music» natürlich nicht fehlen. Die nun gar nicht mehr müden Zuschauer forderten begeistert Zugaben, die sie auch bekamen. Zunächst ein Tuba-Quartett, und anschliessend rief Dirigent Thomas Mosimann zum Mitsingen auf. Denn unter den Stühlen waren Strophen des bekannten Liedes «Hemmige» vom Liedermacher Mani Matter zu finden. Dem gut gelaunten Dirigenten konnte sich keiner entziehen, und so stimmten Band und Besucher in das Lied ein.