Handball

Schwierige Saison für die Teams aus Wohlen und Muri

Er wird auch in dieser Saison für Handball Wohlen alles geben: Adrian Studerus.

Er wird auch in dieser Saison für Handball Wohlen alles geben: Adrian Studerus.

Am Wochenende beginnt die Handballsaison für die Teams aus Wohlen und Muri mit der Punktejagd in der 1. Liga.

In der letzten Saison hat sich der TV Muri souverän für die Finalrunde qualifizieren können. Wohlen musste dagegen den Gang in die Abstiegsspiele antreten, rettete sich dort jedoch ohne Probleme und schaffte den Ligaerhalt. In der kommenden Saison wird es für die beiden Freiämter Teams ein schwieriges Unterfangen, sich für die Finalrunde zu qualifizieren. Und das gleich aus mehreren Gründen.

Einerseits wurde der Modus in der 1. Liga angepasst, sodass nur noch die besten zwei der insgesamt acht Mannschaften die Finalrunde erreichen. Letzte Saison waren es noch deren vier. Andererseits ist die Gruppe, in der sich Wohlen und Muri befinden, stärker als in der abgelaufenen Spielzeit. Mit Olten und Muotathal sind zwei Teams dabei, die Aufstiegsambitionen hegen, und mit Emmen und Altdorf sind zudem auch die beiden letztjährigen NLB-Absteiger in die Gruppe der beiden Freiämter eingeteilt worden.

Taktisch nicht mehr so flexibel wie letztes Jahr

Und als ob das noch nicht genug wäre, müssen beide Teams gewichtige Abgänge verkraften. Im Fall von Muri sind dies die beiden Linkshänder Tobias Kaufmann und Jonas Heusi. «Wir sind derzeit noch ein wenig am Ausprobieren, wie wir diese beiden Spieler ersetzen können. Taktisch sind wir sicher nicht mehr so flexibel wie noch letzte Saison», sagt Trainer Claude Bruggmann.

Linus Staubli kennt keinen Schmerz, wenn er für den TV Muri Handball auf Punktejagd geht.

Linus Staubli kennt keinen Schmerz, wenn er für den TV Muri Handball auf Punktejagd geht.

Aufgrund der veränderten Ausgangslage sind die Ambitionen der Murianer nicht ganz so hoch wie in den letzten Saisons: «Wenn es irgendwie möglich ist, nehmen wir die Finalrunde natürlich gerne. Aber Stand jetzt ist dieses Ziel für uns zu hoch gegriffen. Wir wollen so viele Punkte wie möglich sammeln, aber schon das wird nicht einfach, denn es gibt in dieser Gruppe kein einziges schwaches Team», gibt Bruggmann zu Protokoll.

Zwei Routiniers sind zurückgetreten

Was für Muri gilt, gilt auch für Wohlen. Auch da hat man mehrere Ausfälle von wichtigen Spielern zu kompensieren. Mit Christoph Schraner und Robert Konecnik haben zwei Routiniers, die vor allem auch in der Abwehr für Stabilität gesorgt haben, ihren Rücktritt gegeben. Kommt hinzu, dass mit Flavio Galliker und Dennis Horn zwei weitere Spieler wegen Verletzungen länger ausfallen. Beide werden wohl erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung stehen.

Die Ausfälle wurden einerseits mit Spielern aus dem Nachwuchs aufgefangen, andererseits mit der Rückkehr von Raphael Bolliger, der zuletzt in der NLB bei Baden gespielt hat, und mit Loris Faiss vom HC Mutschellen. «Wir werden sicherlich einen Substanzverlust haben», ist sich Trainer Daniel Lehmann bewusst. «Wir werden daher die Qualifikationsrunde dazu nutzen, um uns als Team zu finden und vor allem die Abwehr zu festigen. So sollten wir dann für die Abstiegsrunde im neuen Jahr bereit sein.» An die Finalrunde denkt Lehmann noch nicht. «Wir haben zwar zuletzt in der Vorbereitung gute Leistungen gezeigt, aber es wäre eine riesige Überraschung, wenn wir in dieser starken Gruppe vorne mitspielen könnten.»

Meistgesehen

Artboard 1