Fischbach-Göslikon

«Schwärmereien»: Martin Hufschmid widmet seine neue Ausstellung seiner Kindheit

Das Fliegen und die Höhe haben es dem Fischbach-Gösliker Künstler schon immer angetan. Davon inspiriert, stellt er nun kleine, utopische Flugfahrzeuge aus.

Schon immer war der gelernte Maschinenschlosser und heutige Künstler Martin Hufschmid vom Fliegen und der Höhe fasziniert. «Als Kind kletterte ich mit grosser Begeisterung auf Bäume, Dächer und andere Ausgucke – je höher desto spannender. Ich vergass richtiggehend die Welt um mich herum. Ich stellte mir vor, wie es sein könnte, als Vogel die Welt von ganz weit oben zu betrachten», erinnert er sich.

Diesen Erinnerungen widmet er seine neue Ausstellung «Schwärmereien». Dutzende kleine Kameraden sitzen in utopischen Flugmaschinen oder anderen Gefährten und geniessen ihre Reise.

Der kleine Martin und das Huhn auf dem Hühnerhaus

Die lustigen Herren in ihren Fahrzeugen sind das Herzstück der neuen Ausstellung. Aber am allerschönsten sind sie, wenn der 65-Jährige dazu aus seiner Kindheit erzählt.

«Auf die Silberpappel nahe beim Bauernhof stieg ich unzählige Male. Auch wenn meine Arme mit der Zeit zu kurz waren, sog es mich förmlich auf diesen schnell wachsenden Baum hinauf – vor allem, wenn er seine feinen, flaumigen Samen schweben liess und der Hof wie eine mit Schnee bedeckte Landschaft war.»

Er muss schmunzeln: «Ab und zu ging ich auch heimlich in den Hühnerhof, kletterte mit einem Huhn unter dem Arm aufs Hühnerhausdach und liess das Huhn über den Zaun fliegen.»

Eine Schwalbe auf Grossvaters Schulter

Auch Schwalben gab es viele, die im Kuhstall der Hufschmids nisteten. «An einem Sommertag beobachtete ich, wie sich eine Schwalbe im Stall direkt auf die Schulter meines Grossvaters setzte. Dieser Vertrauensbeweis beeindruckte mich tief.»

Zudem war der Heustock ein toller Spielplatz für den kleinen Martin. «Von einem Dachbalken in luftiger Höhe liess ich mich genüsslich ins weiche Heu fallen.»

In dieser Zeit kamen in seinen Träumen oft utopische Flugmaschinen vor, die sich quietschend und knatternd am Himmel fortbewegten. «Mit der Ausstellung ‹Schwärmereien› versuche ich, diese Kindheitserinnerungen voller lebendiger Wesen und Objekte, Vögel, Schwärmer, Glühwürmli wieder aufleben zu lassen.»

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