Boswil

Schuss bei Kontrolle: Strafverfahren gegen Polizist eingestellt – Opfer verurteilt

Im März kam es bei einer Verkehrskontrolle zu einer Schussabgabe. (Symbolbild)

Im März kam es bei einer Verkehrskontrolle zu einer Schussabgabe. (Symbolbild)

Im März kam es bei einer Fahrzeugkontrolle zu einer Schussabgabe durch einen Polizisten, bei der eine Person verletzt wurde. Nun hat die Staatsanwaltschaft das Verfahren gegen den Polizisten eingestellt, das Opfer erhält dagegen einen Strafbefehl.

«Auf der Basis der getätigten Untersuchungen ist die Staatsanwaltschaft Brugg-Zurzach zum Ergebnis gekommen, dass dem Polizisten kein sorgfaltswidriges Verhalten vorgeworfen werden kann.» Das teilte die Staatsanwaltschaft des Kantons Aargau heute mit.

Der Polizist habe sich in der konkreten Situation am 16. März diesen Jahres vorschriftsgemäss verhalten und die Situation richtig eingeschätzt. Deshalb wurde das Strafverfahren gegen den Polizisten, der bei einer Fahrzeugkontrolle im März eine Person durch einen Schuss verletzte, eingestellt.

Anders sieht die Situation für das damalige Opfer aus. Der 28-jährige Schweizer wurde zu sechs Monaten Freiheitsstrafe bedingt und einer Busse von 1600 Franken verurteilt. Der Mann hatte vor der Fahrzeugkontrolle einem Fahrzeughalter, welcher ihn nach Hause gefahren hatte, den Autoschlüssen entwendet und war mit dessen Auto davongefahren.

Während der Fahrt beging er mehrere Verkehrsregelverletzungen. Zudem stand er unter Alkohol- und Drogeneinfluss und hatte zum Tatzeitpunkt keinen Führerausweis.

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