Wohlen
Schulraumplanung: Gutes Gefühl nach der Einwohnerratssitzung

Das Zwischenergebnis der Schulraumplanung ist im Parlament gewürdigt worden. Vizeammann Paul Huwiler ist zufrieden, auch wenn noch kein Entscheid gefallen ist, denn der Bedarf an zusätzlichem Schulraum wurde nicht angezweifelt.

Toni Widmer
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Vizeammann Paul Huwiler ist mit dem Echo des Schulraumplanungs-Berichts im Parlament zufrieden.

Vizeammann Paul Huwiler ist mit dem Echo des Schulraumplanungs-Berichts im Parlament zufrieden.

Archiv/Toni Widmer

Es ist zwar kein Entscheid gefallen, der Wohler Einwohnerrat hat das Zwischenergebnis der Schulraumplanung am Montag lediglich zur Kenntnis genommen.

Dennoch war es für Vizeammann Paul Huwiler, den Präsidenten der zuständigen Kommission ein erfolgreicher Abend: «In den Voten der Fraktionssprecherinnen und -sprecher wurde unsere bisherige Arbeit durchwegs positiv gewürdigt. Das erfreulichste Faktum ist, dass niemand den Bedarf an neuem Schulraum grundsätzlich bezweifelt hat», zog er am Tag nach der Sitzung eine positive Bilanz.

Die geäusserte Kritik habe er selbstverständlich ebenfalls zur Kenntnis genommen. Jene der Fraktion GLP/EVP, welche die Prüfung eines Ausbaus der Schulanlage Bünzmatt fordert und jene der SVP, welche mehr Varianten will sowie eine Minimal- und eine Maximallösung verlangt. «Die Kritik wird nicht verpuffen, sondern in unsere weitere Arbeit einfliessen», verspricht der Vizeammann.

Jetzt die Landverhandlungen

Vorab, erklärt Huwiler, setze die Kommission aber weiterhin auf den Standort Halde, und damit auf das Pilatus-Areal: «Bis auf die genannten zwei Fraktionen standen im Einwohnerrat alle Parteien hinter dieser Lösung.» Zusammen mit Gemeinderat Urs Kuhn führt der Vizeammann zurzeit Verhandlungen über den Landkauf. «Wir hoffen, bis Ende Oktober einen Schritt weiter zu sein und konkrete Ergebnisse präsentieren zu können.»

Obwohl Kommission und Gemeinderat das Pilatus-Areal als Standort eines neuen Bezirksschulhauses klar favorisieren, will man für das nötige Land nicht jeden Preis zahlen: «Es gibt ein klares Limit, das wir nicht überschreiten», sagt Huwiler.

Was, wenn das Land für den kalkulierten Preis nicht zu kaufen ist? «Dann müssen wir die im Bericht aufgezeigten Alternativen in Betracht ziehen. Vorab das ehemalige Seriswiss-Areal im Oberdorf, mit dem die angestrebte Verbindung zur Halde noch gegeben wäre.

Danach das ganze Sortiment bis hin zu einer Nutzung des Merkur-Areals.» Paul Huwiler ist jedoch zuversichtlich, dass es mit dem Pilatus-Areal klappt. «Wenn ja, dann gäbe es zu diesem Landkauf einen Bericht und Antrag mit anschliessender Volksabstimmung», sagt der Vizeammann und tönt damit gleich an, dass die Preislimite für das Pilatus-Areal wohl über drei Millionen Franken liegt.

Nach einer Genehmigung des Landkaufs würden Umzonung sowie Planungs- und Baukredit folgen. Vorgesehen ist, die neue Schulanlage im GLA-Verfahren zu realisieren, sprich: einen Gesamtdienstleistungsanbieter damit zu beauftragen.

Fisher-Scientific-Kauf vorgespurt

Keine Neuigkeiten zu vermelden gibt es zum Fisher-Scientific-Areal, dessen Kauf im ersten Anlauf aus formellen Gründen gescheitert ist. «Der neue Kaufvertrag», erklärt Paul Huwiler, «ist unterschrieben, der Preis ist gleich hoch wie im ersten Bericht und Antrag.»

Wann das Geschäft zum zweiten Mal im Einwohnerrat behandelt wird, ist noch offen. Es hat aber keine Eile, denn das notwendige Mortifikationsverfahren zur Löschung des nach wie vor unauffindbaren Schuldbriefs wird noch ein paar Monate dauern.

Im Gegensatz zur ersten Vorlage sollen im zweiten Anlauf jedoch nicht nur der Kaufpreis, sondern auch die Umbaukosten für die Liegenschaft transparent gemacht werden. «Der Gemeinderat hat ein Architekturbüro damit beauftragt, die vom Einwohnerrat gestellten Fragen zu klären. Aufgezeigt werden sollen die mögliche Nutzung sowie eine grobe Kostenschätzung der Umbaukosten», sagt Huwiler.

Nur geschätzt werden können zurzeit auch die Gesamtkosten für die Beschaffung des nötigen Schulraums. Im aktuellen Finanzplan, den der Gemeinderat soeben verabschiedet hat, sind dafür 25 Mio. Franken eingeplant.