Wohlen
Schulraumnot erschwert die Planung und verursacht zusätzliche Kosten

Die Schulen hatten im Berichtsjahr 16/17 neben den vielen Highlights auch ein paar Schwierigkeiten.

Melanie Burgener
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Zu Fuss zur Schule gehen hat viele Vorteile, das sollen auch die Eltern wissen. mel

Zu Fuss zur Schule gehen hat viele Vorteile, das sollen auch die Eltern wissen. mel

Melanie Burgener

Die Schule Wohlen konnte im Schuljahr 16/17 neben Neuerungen im Unterricht auch viele Projekte und Anlässe realisieren. Dabei hatte jede Stufe ihre eigenen Highlights. Für die Obenstufenschüler war dies zum Beispiel das Hausfest, das im Oktober unter dem Motto «Halloween» durchgeführt wurde. Die Kindergärtler freuten sich am meisten über den Räbenliechtliumzug. Ein Anlass, der alle Altersklassen begeistern konnte und auch für die Lehrer und die Schulleiter im Jahresbericht ganz klar als Höhepunkt des Jahres bezeichnet wird, war das Jugendfest, das Ende Juni unter dem Motto «Wohle eusi Wält» stattgefunden hat.

Definitife Lösung gesucht

Neben den vielen positiven Erinnerungen gab es aber auch Schwierigkeiten. So machten in Wohlen die erneuten Sparmassnahmen des Kantons zu schaffen und forderten die Schulführung und das System der Schule. Der pflichtbewusste Umgang mit den zur Verfügung stehenden Finanzen, ermöglichte jedoch die Einhaltung des Budgets. Dazu kamen einige organisatorischen Belastungen. Denn es gibt nach wie vor keine definitive Lösung zur Schaffung von zusätzlichem Schulraum und der Sanierung der beiden Schulhäuser. Das sorgt für Schwierigkeiten bei der Stundenplangestaltung und auch die Kosten für die Zumietung von zusätzlichem Schulraum wachsen stetig. Schulleitung und Lehrpersonen hoffen auf eine baldige Lösung.

Die neuen Informatikmittel, die dank der Zustimmung von Gemeinderat, Einwohnerrat sowie den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern angeschafft werden konnten, brachte Neuerungen in den Schulalltag. Ebenfalls als sehr wichtig erwiesen habe sich die Schulsozialarbeit. Diese sei im schulischen Alltag nicht mehr wegzudenken, wie Präsident Franco Corsiglia im Jahresbericht festhält.

Der Räbeliechtliumzug war nicht der einzige Erfolg, der Kindergartenlehrpersonen im vergangenen Jahr. Ihr zweiter Infoabend für zukünftige Kindergarteneltern war ein gelungener Anlass. Rund 100 Personen liessen sich von den Lehrpersonen und der Schulleitung informieren. Ein grosses Erfolgserlebnis verbuchte die Regionale Musikschule. Sie durfte im vergangenen Jahr neben unzähligen Schülerkonzerten zum ersten Mal den Aargauer Musikwettbewerb in Villmergen organisieren und durchführen.

In der Primarschule Bünzmatt/Anglikon haben viele Kinder ihre Schulkarriere gestartet. Beide ersten Klassen zählten über 20 Schüler. Dass mit der Integration der EK-Kinder in die zweite Klasse die maximale Kinderanzahl nicht überschritten wird, sei schwierig, so Schulleiter Timothy Schaerer.

Im Gegensatz zur Bünzmatt hatte die Heilpädagogische Sonderschule im vergangenen Schuljahr einen Schülerrückgang zu verzeichnen. Folglich musste sie einige Abteilungen schliessen, konnte die leerstehenden Räume jedoch dazu nutzen, den Unterricht individueller zu gestalten und die Kinder häufiger in Kleingruppen arbeiten zu lassen. Ein Projekt, dass nicht nur für die Kinder, sondern auch für deren Eltern, wichtige Informationen enthielt, hat die Primarschule Halde mit «Walkt to School» ermöglicht. Die Lehrer zeigten auf, dass der Schulweg viele Vorteile hat, sofern dieser zu Fuss und nicht mit dem Auto zurückgelegt wird.

Die Primarschüler des Junkholz weilten im März im Osten der Schweiz – zumindest in Gedanken. Nachdem die 260 Schüler den Schellenursli und die Bräuche seines Kantons besser kennen gelernt haben, durften sie den Film im Kino Rex anschauen.

Ein neuer Lebensabschnitt

Die Schüler der Oberstufen mussten sich im vergangenen Schuljahr mit der Wahl des Berufes auseinandersetzen. Schulleiter Rolf Stadler lag dieses Thema besonders am Herzen. So bewilligte er auch gerne Schnupperlehren während der Unterrichtszeit. Es freue ihn, dass die Mehrheit der Schüler eine gute Anschlusslösung gefunden habe. Dass viele Lehrbetriebe gerne reifere Jugendliche einstellen, sehe er als Vorteil für alle Schüler, deren Weg über das 10. Schuljahr führe. Auch für die 56 Oberstufenschüler vom Junkholz und die Bezirksschüler stand ein neuer Lebensabschnitt bevor. Die letztjährige Abschlussklasse der Bezirksschule war die Erste, die keine Abschlussprüfungen mehr schreiben musste.

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