Bremgarten

Schulinformatik Bremgarten - «Ich werde eine kostengünstigere und vorteilhaftere Lösung präsentieren»

Urs Giezendanner am Arbeitsplatz in der Kreisschule Mutschellen. sl

Urs Giezendanner am Arbeitsplatz in der Kreisschule Mutschellen. sl

Informatikspezialist Urs Giezendanner kritisiert das Informatik-Konzept der Schule Bremgarten. Er wird am kommenden Donnerstag im Casino einen Alternativvorschlag zur Schulinformatik-Vorlage - eine konstengünstigere, vorteilhaftere Lösung.

Der Informatik-Spezialist Urs Giezendanner kritisiert nicht nur das geplante Bremgarter Schulinformatik-Konzept (wir berichteten).

Vielmehr hat Giezendanner, mit Unterstützung weiterer Fachleute, ein eigenes Konzept zusammengestellt.

Seinen Alternativvorschlag bringt der Bremgarter an der Gemeindeversammlung vom Donnerstag, 13. Juni, im Casino Bremgarten zur Abstimmung.

Dies als Option und in Konkurrenz zum Schulinformatik-Konzept des Stadtrats.

Das offizielle Konzept steht als Traktandum 8 auf dem Programm der bevorstehenden Gemeindeversammlung. 790 000 Franken kosten Beschaffung und Umsetzung des offiziellen Konzepts.

Deutlicher Preisunterschied

Preiswerter ist Giezendanners Konzeptvorschlag. Er beziffert die Beschaffungs- und Umsetzungskosten der Alternativlösung auf 590 000 Franken.

Auch die jährlich wiederkehrenden Kosten sprechen fürs Modell des Bremgarters, der an der Kreisschule Mutschellen technischer IT-Verantwortlicher ist.

Im stadträtlichen Konzept schlagen die Support-und Betriebskosten mit 101 000 Franken im Jahr zu Buche. Fürs Alternativkonzept rechnet Urs Giezendanner mit jährlichen Kosten im Betrag von 61 000 Franken. Macht eine Einsparung von 40 000 Franken pro Jahr.

Diese Differenz steht im Zusammenhang mit der Fachunterstützung durch eine Informatikfirma.

In Giezendanners Konzept beläuft sich der externe Support bloss auf 20 000 Franken jährlich; im stadträtlichen Konzept ist die auswärtige Unterstützung mit 60 000 Franken pro Jahr aufgeführt.

Kompatible mit jeder Lernsoftware

Im Gegensatz zum stadträtlichen Konzept setzt der Alternativvorschlag nicht auf die komplexe Thin-Client-Technologie.

«Daher ist das Stadtkonzept nicht mit jeder Lernsoftware kompatibel», sagt Giezendanner, «das Alternativkonzept aber sehr wohl.» Dies sei bei einer Informatiklösung für die Schule ein wichtiger Punkt.

Als weiterer Vorteil seien bei der Alternative alle Systeme zentral verwaltet und nicht bloss 36 % der Systeme wie im stadträtlichen Konzept.

«Eine komplette zentrale System-Verwaltung vereinfacht und verbilligt den Support», hält der Reallehrer und Wirtschaftsinformatiker fest.

Als Mangel wertet Giezendanner den Umstand, dass Trends wie Tablet/iPad im offiziellen Informatikkonzept keine Berücksichtigung finden.

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