Berikon
Schulhauseinweihung: «Die Lehrer haben endlich wieder Platz»

Das KSM 1 und die Turnhalle sind saniert – am Wochenende wurden sie feierlich eingeweiht. Die Vereine und die Schulkinder freuen sich am meisten über die sanierte Turnhalle.

Andrea Weibel
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Eine ehemalige Schülerin zeigt ihren Kindern die alten Klassenfotos, die im neu sanierten KSM 1 ausgestellt sind. Andrea Weibel

Eine ehemalige Schülerin zeigt ihren Kindern die alten Klassenfotos, die im neu sanierten KSM 1 ausgestellt sind. Andrea Weibel

Andrea Weibel

«Wir alle haben Erinnerungen an unsere Schulzeit. Einige von uns besuchten die Schule gern, andere waren froh, als es vorbei war», sprach der Beriker Gemeindeammann Stefan Bossard alle an. «Ich wünsche mir, dass im neuen Schulhaus der Kreisschule Mutschellen vor allem schöne Erinnerungen entstehen können.»

Der Grundstein dazu ist jedenfalls gelegt, denn am Wochenende sind die hellen, multifunktionalen und grosszügigen Räume eingeweiht worden. Vor allem seien die Räume den modernen Lehr- und Lernmethoden angepasst, hielt Dirk Podbielski, Vertreter des Generalplanungsbüros Ernst & Humbel Architekten, Zürich, fest.

Daneben zählte er zwei weitere Gründe auf, weshalb die Sanierung und Umgestaltung dringend nötig war: «Einerseits wegen der energetischen Unmöglichkeit der Fassade und der Haustechnik. Die neue Fassade ist fast fünfmal so dick wie vorher. Ausserdem wurden grosse Fensterflügel eingebaut, die die Räume viel heller machen und die man gleichzeitig fürs Stosslüften öffnen kann. Nachts werden einige Fenster automatisch für eine Nachtauslüftung geöffnet.»

Dennoch habe der Charakter des Schulhauses beibehalten werden können. «Der dritte Punkt war der Brandschutz, der nicht mehr zeitgemäss war.» Beispielsweise seien die Fluchtweglängen oft überschritten und überall brennbares Material verbaut worden. «Das haben wir nun geändert und in den grösseren Räumen Rauchabzüge montiert.» Insgesamt sei es eine sehr komplexe Aufgabe gewesen. «Aber wie man sieht, ist aus der Pflicht eine Kür geworden.»

Spitalfeeling nur am Anfang

Louis Isenmann, Gesamtleiter der Kreisschule, ist begeistert: «Die Lehrer haben nach der langen Zeit, in der sie auf engstem Raum unterrichten mussten, endlich wieder Platz.» Die Reaktionen seien von begeistert bis «es sieht aus wie in einem Spital» gegangen: «Aber keine Sorge, bald werden die Gänge mit Leben gefüllt, das Spitalfeeling wird bald wieder weg sein.» Besonders lobte er die Hauswarte für ihre Arbeit.

«Und auch die Bauleiter haben wunderbare Arbeit geleistet, obwohl sie in ihrem Container entweder tiefgefroren oder gekocht worden sind.» Sehr viel Freude zeigte er über den neuen Mittagstisch, der das Angebot der Schule abrunde. Und Baukommissionspräsident Hans Gysel ist glücklich, dass die lange Zeit von der Idee bis zur Umsetzung trotz vieler anfänglicher Zweifler endlich durchgestanden ist.

Freude über alte Klassenfotos

Die Vereine und die Schulkinder freuen sich am meisten über die sanierte Turnhalle. Zur Einweihung wurde neben vielen aufgebauten Geräten auch ein aufblasbarer Menschen-Töggelikasten aufgestellt. Trotz des schlechten Wetters genossen die Kreisschulgemeinden, zu denen neben Berikon auch Oberwil-Lieli, Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen gehören, ihre neuen Räume. Vor allem die alten Schulfotos boten viel Gesprächsstoff. Weil gleichzeitig auch die Bezirksschule ihren 40. Geburtstag feierte, kamen am Freitag die Ehemaligen zu einem grossen Wiedersehensfest zusammen.