Muri
Schüler lösen «Grossvaters Geheimnis» – im Jahr 2136

Das Schultheater der Bezirksschule Muri reist mit den Besuchern in die Zukunft: Ihr neues Stück «Grossvaters Geheimnis» spielt im Jahr 2136. Rund 80 Schülerinnen und Schüler sind mit dabei.

Lina Giusto
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Die Bezirksschüler proben dreimal wöchentlich an den Szenen von «Grossvaters Geheimnis». Lina Giusto

Die Bezirksschüler proben dreimal wöchentlich an den Szenen von «Grossvaters Geheimnis». Lina Giusto

«Glauben Sie, was Sie gerade gesehen haben?», fragen die «Guides» am Ende der Eröffnungsszene. Die Theatergruppe der Kreisbezirksschule Muri will ihren Zuschauerinnen und Zuschauern eine Geschichte erzählen. «Dafür brauchen wir Ihre Fantasie», wird das Publikum aufgefordert. Die ist allerdings gefragt, denn es ist keine gewöhnliche Aufführung, die die Schüler hier proben. Die Besucher sitzen nicht wie gewohnt auf Stühlen in einem Saal, sondern wandern in fünf Gruppen durch die einzelnen Spielorte des Theaters.

Die Geschichte spielt in der Zukunft – im Jahr 2136. Erzählungen, Sagen und Träume sind vom Bundesrat verboten worden. Durch die Einnahme von Antitraumpillen haben die Bürger aufgehört zu träumen. Als Folge davon versinkt das Schulhaus Bachmatten im Sumpf. Und mit dem Schulhaus alle Bücher, Ideen und Geschichten.

Mit Herzblut dabei

Das Theater startet für alle in der Dreifachturnhalle auf dem Schulareal. Als weitere Spielorte dienen Schulgänge, der Computerraum und die Aula des Schulhauses. Rund 80 Schülerinnen und Schüler proben zurzeit drei Mal wöchentlich. Bei so vielen Akteuren können nicht alle gleichzeitig proben. Deswegen üben sie in kleinen Gruppen. Während den Frühlingsferien probt die Theatergruppe gar eine ganze Woche lang an den einzelnen Szenen.

Ungewisse Zukunft

Die Idee für das Theater stammt von Peter Hochuli und Mauro Nogara, beide Lehrer in Muri, und Theaterpädagoge Peter Locher. «Die Schüler haben gewisse Szenen selber geschrieben», sagt Nogara. «In Workshops haben wir die Grundidee mit den Schülern weiterentwickelt und ihre Inputs ins Stück einfliessen lassen», ergänzt Peter Hochuli. Seine Ehefrau, Susanne Hochuli, gehört ebenfalls zur Theatergruppe und ist für die Dekoration und Bekleidung der jungen Schauspieler zuständig.

Die Idee eines Wandertheaters hatten die Leiter aufgrund des grossen Interesses der Schüler am Freifach «Theater». Wegen der kantonalen Sparmassnahmen ist unklar, in welchem Umfang dieses Angebot in Zukunft bestehen wird. Dank der Hilfe durch die Gemeinde und regionale Institutionen ist Hochuli aber optimistisch: «Das Murianer Schultheater wird es in irgendeiner Form immer geben.»

Aufführungen: Freitag, 24. April, und Samstag, 25. April, um 20 Uhr. Sonntag, 26. April, um 17 Uhr. Reservationen ab 30. März unter www.tictic.ch/theaterbezmuri oder 056 675 72 80.