Erstaunlich, was Schülerinnen und Schüler in einer Projektwoche realisieren können: Ob ein Hundehaus für Wendy oder ein mit Helium gefüllter Zeppelin, ein Insektenhotel oder eigene Pralinen, die Jugendlichen der 2. Klasse Bezirksschule Muri haben es nicht an Kreativität mangeln lassen. Und schon gar nicht an Ausdauer und Können.

Bei manchen Projekten war der Aufwand schon von Weitem zu sehen, bei anderen war er versteckter, aber nicht geringer. In der Projektwoche standen die Fragen und Interessen der Jugendlichen im Zentrum. Sie sollten bei möglichst selbstständiger Bearbeitung eines Projektes nicht nur neue Sachverhalte kennenlernen, sondern sich auch in der Beschaffung und Verarbeitung von Informationen üben, Eigenverantwortung wahrnehmen sowie die Zeitplanung und Arbeitsorganisation selbstständig bewältigen. Herausgekommen ist eine Vielzahl von Projekten, die ausnahmslos beeindruckten.

Gramm um Gramm leichter

Nehmen wir als Beispiel den Zeppelin von Silvan Bucher und Noé Hoekstra. Mittels eines CAD-Programms haben sie die Holzkonstruktion des Zeppelins berechnet, aus Haushaltfolie mit einem Heissluftföhn eine Hülle zusammengeschweisst und schliesslich den Zeppelin mit Helium gefüllt. Nur: Die Konstruktion war zu schwer. Gramm um Gramm musste das Holzskelett erleichtert werden. Erst als das Gesamtgewicht ohne Helium 46 Gramm betrug, hob sich die Konstruktion in die Luft. Aber auch an der Präsentation hatten die Urheber mit dem Gleichgewicht des fliegenden Objektes zu kämpfen. Sie waren damit nicht allein.

Im Bachmatten-Schulhaus gab es auch per Smartphone oder per Spracheingabe gesteuerte Lego-Roboter zu sehen und zu erleben; Letztere reagierte auf den umliegenden Geräuschpegel empfindlich. Eine Dampfmaschine sorgte für Staunen, einer der Schüler baute ein Nachtsichtgerät, andere eine Goldwaschrinne, einen Pingpong- oder einen Salontisch. Und vieles mehr. Ob Fotobuch, Kleidergestaltung, Sanitätshunde-Ausbildung, Beobachtungen zum Leben im Teich oder Dokumentation über ein Tierheim - an Vielfalt war die Ausstellung, die von zahlreichen Eltern und Bekannten der Schülerinnen und Schüler besucht wurde, kaum zu überbieten.