Wohlen

Schüler bestreiten die grösste Ausstellung in der Geschichte des Strohmuseums

Bei der Besichtigung trugen die Schüler natürlich Wohler Strohhüte.

Bei der Besichtigung trugen die Schüler natürlich Wohler Strohhüte.

Im Strohmuseum wurde mit «Design total» eine aussergewöhnliche Sonderausstellung eröffnet. Dabei handelt es sich um die grösste Ausstellung in der Geschichte des Museums. Inspiriert wurden die Schüler durch Stroh.

Über 90 Schülerinnen und Schüler aus Zufikon, Villmergen, Dottikon, Eggenwil und der HPS Wohlen bestreiten derzeit im Strohmuseum die grösste Ausstellung in der Geschichte des Museums. Das sei ein «aussergewöhnliches Langzeitprojekt», erklärte Lehrer und Designer Thomas Walde aus Eggenwil, der sich mit seiner Klasse an der Sonderausstellung «Design total – Stroh inspiriert Schulklassen» beteiligt.

Pröbeln, zeichnen, diskutieren

Auch die Museumsleiterin Anna Hegi war hocherfreut, die von den Kulturvermittlerinnen Andrea Zielinski, Andrea Huser und vielen Helfern gestaltete Sonderausstellung eröffnen zu dürfen. Ohne die grosse Unterstützung von vielen Stiftungen und Organisationen hätte man diese nie wagen dürfen, sagte sie. Die Herstellung ihrer Produkte sei für die Schülerinnen und Schüler eine grosse Herausforderung gewesen, erklärte Walde. Denn man habe am Anfang ja nicht gewusst, «ob es eine Lampe oder doch einen Regenschirm geben sollte». Viele Fragen seien erst beim Ausprobieren, Tüfteln, Kleben, Zeichnen, Brüten und Diskutieren beantwortet worden. «Das Machen war das Ziel.» Ein Kind habe keine Angst, etwas falsch zu machen. «Man hat nichts zu verlieren, und es muss auch nicht schöner sein als das der Kollegin.»
Die Vorbereitungen auf die Ausstellungen hätten den Klassenverband gestärkt und den kreativen Ausdruck gefördert, sagte Walde. Der Lernprozess, den die Schüler durchliefen, werde sie auch in Zukunft begleiten. Denn die Welt stelle sie immer wieder vor neue Herausforderungen, bei denen Kreativität einen grossen Stellenwert habe. Der Entscheid des Stiftungsrates des Freiämter Strohmuseums und der Museumsleitung, den Schulklassen ein Jahr lang eine Plattform zu bieten, sei mutig und durchaus nicht selbstverständlich.

Es braucht Sonderausstellungen

Als Stiftungsratspräsident des Museums würdigte Jacques Isler den Effort, der für die Ausstellung geleistet wurde. Ein Museum brauche den langfristigen Erfolg und immer wieder neues Publikum. Dafür seien Sonderausstellungen da. Den Grosseltern unter den Vernissagegästen empfahl Isler, ihre Enkel bei der Hand zu nehmen und gemeinsam durch die sehenswerte Sonderausstellung zu wandern.

Beteiligt an der Ausstellung sind die 6. Klasse aus Zufikon mit dem Lehrer David Graf und den Designerinnen Annina Gähwiler und Tina Stieger, die Oberstufe der HPS Wohlen mit der Designerin Sabine Lauber und der Lehrerin Verena Iseli, die 5. Klasse aus Villmergen mit der Lehrerin Gabriela Arnet und der Designerin Lea Häfliger, die 4. Klasse aus Dottikon mit den Lehrerinnen Manuela Enzler und Monika Botmer und der Designerin Chantal Bauvaux sowie die 5. Klasse aus Eggenwil mit den Lehrpersonen Anna Bolliger und Thomas Walde.

Verwandtes Thema:

Meistgesehen

Artboard 1