Auf der Mutschellen-Passhöhe fädelt sich der Verkehr von Widen und Berikon in die Hauptstrasse ein. Parallel zur Hauptstrasse überquert die Bremgarten-Dietikon Bahn (BDWM) an dieser Stelle den Mutschellen.

Um die Verkehrssituation zu entschärfen, verfügte das BAV im Sommer den Bau einer Halbschranke für die BDWM. Für den Kanton Aargau und die betroffenen Gemeinden Widen und Berikon stellt dies keine geeignete Lösung dar. Sie fürchten, dass sich die Stausituation damit noch verschärft.

Der Entscheid des BAV berücksichtige die Bedürfnisse der Gemeinden, der Anwohner und der anderen Verkehrsteilnehmer nicht genügend, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung vom Montag. Eine Halbschranke werde dazu führen, dass sich der öffentliche Verkehr in Form von Bussen und der motorisierte Individualverkehr noch mehr stauten als bislang.

Anschlüsse nicht mehr gewährleistet

Der öffentliche Verkehr könne damit so die Anschlüsse zwischen Bus und BDWM nicht mehr gewährleisten. Die drei Beschwerdeführer fordern, dass der Bahnverkehr über den Mutschellen in einen Trambetrieb umgewandelt wird.

Im Gegensatz zum Bahnbetrieb fahre das Tram nur auf Sichtdistanz, argumentieren der Kanton und die Gemeinden. Berechnungen zeigten, dass mit dem Trambetrieb die Leistungsfähigkeit am Knoten Mutschellen für den motorisierten Individualverkehr und für den Bus erhöht wird.

Parallel zur Beschwerde forciert der Kanton Aargau ein Projekt zur baulichen Entflechtung des Knotens Mutschellen. Für das Projekt werden Varianten geprüft, in denen entweder die Strasse oder die Bahngeleise tiefer gelegt werden. Der Planungs- und Realisierungshorizont für das Umbauprojekt beträgt voraussichtlich 10 bis 15 Jahre.