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Schöne, bunte «Wält im Hosesack» – Cirque Jeunesse Arabas feiert Premiere

Neu stand auch eine Rhönrad-Nummer im Programm. Susanne Brem

Neu stand auch eine Rhönrad-Nummer im Programm. Susanne Brem

«D’Wält im Hosesack», so der Name des diesjährigen Zirkus-Programms, ist ein Sammelsurium an bunten Bildern, gerade so wie sie ein Smartphone eben hergibt.

Wenn Kinder und Jugendliche in wundervollen Kostümen, geschminkt und schön frisiert auf die Bühne kommen, wenn diese Kinder noch dazu die gewagtesten Kunststücke auf dem Seil, am Vertikaltuch oder am Trapez vorführen, dann ist wieder Arabas-Zeit. Am Samstag feierte der Cirque Jeunesse seine 22. Premiere. Das Publikum war begeistert.

«Schön, dass Sie heute den Weg zu uns gefunden haben: Gerade heute, wo doch jeder mit einem einzigen Klick um die ganze Welt reisen kann», der junge Zirkusartist brachte es auf den Punkt. Mit  Smartphone, Tablet, Laptop und Co. sind wir heute mit der ganzen Welt vernetzt. Gerade das macht sich der Zirkus Arabas in dieser Spielsaison zum Thema. Auf der Bühne steht ein riesiges Smartphone, über sechs Meter lang und dreieinhalb Meter hoch, links davon ein beschauliches kleines Dörflein, rechts ein hoher Turm, den die Dorfjugend als Klubraum nutzt.

Die Handlung ist rasch erzählt, die junge Anna, fliegt für ein Austauschjahr nach Australien. Natürlich fällt ihr der Abschied von ihren Freunden nicht leicht. Aber zum Glück hat sie ja ihr Handy. Damit chattet sie und bleibt in Kontakt mit ihren Freunden. Und noch während sie im Klubraum ihre Siebensachen packt und sie sich von ihren Freunden verabschiedet, geschehen in ihrem Dorf die verschiedensten Sachen: Annas Grossmutter geht auf den Markt nach Bremgarten, ein grosses Dorffest steht an und vieles mehr.

«D’Wält im Hosesack», so der Name des diesjährigen Zirkus-Programms ist ein Sammelsurium an bunten Bildern, gerade so wie sie ein Smartphone eben hergibt. Dabei scheinen die jungen Artisten zuweilen direkt aus dem riesigen Handy zu springen, das auf der Bühne steht. Die Leinwand auf der Bühne, die von einem Beamer aus dem Back beleuchtet wird, bietet den Zuschauern ganz neue Dimensionen. Da werden Chatverläufe der Protagonisten auf der Bühne sichtbar, Selfies geschossen, und Youtube-Videos gezeigt.

In knallbunten Kostümen erscheinen Kinder als Tetris-Figuren und zeigen ihr Können auf dem Rolla. Und als der Bürgermeister heimlich in den Turm geht, um mit dem Gemeindeschreiber ein Fussballgame an der Spielkonsole zu spielen, erscheint auf der Bühne ein riesiges Tor, Cheerleader tanzen und die Stimmung ist bald so, wie in einem echten Fussballstadion. Da verschmelzen Realität und Wirklichkeit und es entstehen neue Eindrücke. Wunderbar ist die Einrad-Nummer inszeniert als Rennen auf der Mario Kartbahn. Einzigartig sind auch die Schattenspiele, welche die Kinder hinter der Leinwand zeigen.

An den kommenden vier Wochenenden  finden weitere Vorstellungen statt.  www.arabas.ch

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