Widen

Schneller als erwartet: Der Hasenbergturm kann gebaut werden

Links das Modellfoto des künftigen Hasenbergturms, rechts die Aussicht, wie man sie einst auf 35 Meter Höhe geniessen könnte.

Links das Modellfoto des künftigen Hasenbergturms, rechts die Aussicht, wie man sie einst auf 35 Meter Höhe geniessen könnte.

Schneller als erwartet hat das Baudepartement grünes Licht für das Projekt gegeben, Baubewilligung kann erteilt werden.

Freude auf dem Mutschellen: Der 39 Meter hohe Aussichtsturm auf dem Hasenberg kann gebaut werden. Das Projekt ist im November/Dezember öffentlich aufgelegt worden, und im Rahmen dieses Bewilligungsverfahrens hat es keine einzige Einwendung gegeben. Überraschend schnell hat auch das Departement Bau, Verkehr und Umwelt des Kantons reagiert. Es hat dem vorliegenden Projekt mit ein paar kleinen Auflagen zugestimmt. Jetzt steht der Baubewilligung durch den Gemeinderat Widen nichts mehr im Wege. Gemeindeammann Peter Spring, der gleichzeitig auch Präsident des Trägervereins für den Turm ist, freut sich: «Wir waren zuversichtlich, dass der Kanton das Projekt bewilligt. Mit einer so raschen Zustimmung hatten wir allerdings nicht gerechnet.»

Keine Einwendungen und auch der Kanton im Boot beziehungsweise auf dem Turm – gibt es ein Geheimrezept dafür, wie man auch so heikle Projekte wie einen Aussichtsturm ohne lange Einspracheverfahren über die Bühne bringt? Oder haben die Wider einfach überallhin besonders gute Beziehungen? «Weder noch», schmunzelt Peter Spring, «entscheidend für den Erfolg war meines Erachtens das gewählte Vorgehen. Es hat sich als richtig herausgestellt, dass wir von Anfang an alle Parteien in die Planung involviert haben. Daraus resultierte letztlich ein bewilligungsfähiges Projekt.»

Panoramaweg geplant

Ebenfalls als richtig, erklärte der Ammann und Trägervereinspräsident weiter, habe sich der im Laufe der Planung geänderte Standort erwiesen: «Ursprünglich wollten wir den Turm etwas weiter oben im Wald bauen. Dort wäre zwar die Aussicht besser gewesen, aber wir hätten wohl mit Vorbehalten aus Landschafts- und Naturschutzkreisen rechnen müssen.»

Der gewählte Standort auf dem Areal der Stiftung Haus Morgenstern sei nicht nur bewilligungstechnisch günstiger, er eröffne auch viele zusätzliche Möglichkeiten, sagt Spring: «Wir können hier Synergien nutzen, indem wir mit dem Haus Morgenstern zusammenarbeiten. Es ist ein Restaurant vorhanden, es gibt WC-Anlagen und es gibt einen grossen Spielplatz – das alles macht unser Projekt für die Besucherinnen und Besucher letztlich zu einer runden Sache.»

Rund wird auch der Panoramaweg, der in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Bellikon angedacht ist: «Wer will, kann vom Standort des Turms aus einen rund anderthalb Stunden dauernden Spaziergang machen und auf diesem Rundweg noch mehr Aussicht geniessen», erklärt der Gemeindeammann.

Lancierung an der MEGA19

Der Zeitplan für die Realisierung des auf rund 900'000 Franken veranschlagten Aussichtsturms wird sich laut Spring vermutlich trotz dem kurzen Baubewilligungsverfahren nicht ändern. An der Gewerbeausstellung MEGA19, die Ende April in Berikon stattfindet, soll das Projekt richtig lanciert werden. Man braucht ja vor allem noch etwas Geld, bevor man bauen kann. Ein Grundstock ist zwar bereits vorhanden, die Wider Ortsbürger werden für den Turm in die Tasche langen. Sie haben mit einem Kredit von 60'000 Franken bereits schon die Planung ermöglicht. Weiteres Geld will der Trägerverein mit verschiedenen Sponsoraktionen auftreiben. Diesbezüglich erhofft sich Peter Spring vom MEGA-Auftritt viel an positiver Werbung.

Noch offen ist, ob und wie sich die Einwohnergemeinde Widen am Projekt beteiligt. Angedacht ist laut Spring ein Beitrag beziehungsweise eine Rückstellung der Gemeinde für einen späteren Rückbau des Turms. Darüber, sagt er, werde aber erst diskutiert. Klar ist für Spring hingegen, dass sich die Gemeindeversammlung so oder so mit dem Hasenbergturm befassen wird: «Ob mit oder ohne Beitrag erachte ich es als wichtig, dass die Gemeinde hinter dem Projekt steht. So haben wir am Ende eine saubere Sache.» Erstmals auf die in 35 Meter Höhe gelegene oberste Plattform des Aussichtsturms steigen und die Aussicht geniessen, können die Besucherinnen und Besucher voraussichtlich im Frühsommer 2020.

Verwandtes Thema:

Autor

Toni Widmer

Toni Widmer

Meistgesehen

Artboard 1