Ein Unfall zwischen einer Automobilistin und einem Traktorfahrer forderte die Stützpunktfeuerwehr Muri+ gleich auf verschiedenen Ebenen. Einerseits galt es, die im Auto eingeklemmten Personen zu bergen und ein Übergreifen eines Brandes auf ein Gebäude zu verhindern, andererseits lief Heizöl aus dem am Lastwagen angehängten Tankwagen aus und drohte, den in der Nähe fliessenden Bach zu verschmutzen.

Unter der Einsatzleitung von Heinz Stöckli gelang es der Feuerwehr gut, die gestellten Aufgaben unter den interessierten Blicken eines grossen Publikums zu lösen. Bei der Strassenrettung merkte man, dass hier eine gewisse Erfahrung vorhanden ist. Das Dach des Autos wurde sauber abgetrennt, ohne die Insassen zu gefährden, die sofort von der Sanität in Obhut genommen wurden. Das angrenzende Gebäude wurde mit Wasser vor dem Feuer geschützt, wobei auch die Drehleiter in den Einsatz kam. Eine Person, die sich noch im Gebäude befand, musste evakuiert werden.

Schwierige Abdichtung

Als aufwendig erwies sich, den lecken Tankwagen abzudichten. Unter dem Schutz von Kollegen mit Schaumwerfern krochen Spezialisten mit Atemschutz unter den Wagen, um die Lecks ausfindig zu machen und zu stopfen - eine beschwerliche und in den Kunststoffanzügen schweisstreibende Arbeit. Gleichzeitig sorgten andere für eine Bachsperre, damit es durch das auslaufende Öl nicht zu einer Gewässerverschmutzung kommen konnte. Damit auf dem Schadenplatz effizient und sicher gearbeitet werden konnte, wurde der Verkehr zuverlässig abgeriegelt und umgeleitet.

«Erfüllt», kamen die beobachtenden Übungsleiter zum Schluss. Gelobt wurde insbesondere, dass die Feuerwehrleute immer auch auf die eigene Sicherheit geachtet haben. Es sei immer genügend Schlauchmaterial vorhanden gewesen. Bei der Strassenrettung sei vorbildlich auf die Patientenbetreuung geachtet worden.

40 Jahre in der Feuerwehr

Nicht alltäglich ist es, dass ein Feuerwehrmann für 40 Jahre Aktivdienst geehrt werden kann. Kurt Fink tritt jetzt aus und durfte seine letzte Hauptübung in einem speziellen «Dankes-T-Shirt» bestreiten. Urs Zimmermann tritt nach 36 Dienstjahren aus der Feuerwehr aus. Es gibt übrigens noch weitere, langjährige Mitglieder: Ernst Fankhauser kommt jetzt auf 38 Jahre, Willi Staubli auf 35 Jahre und acht weitere Feuerwehrleute auf mehr als 30 Jahre.

Die Stützpunktfeuerwehr Muri+ zählt 116 Personen. Sie hatte in einem Jahr total 73 Einsätze zu bewältigen, 23 davon allein wegen Bienen, Wespen der Hornissen. Zu Wachtmeistern befördert wurden Beate Reiche, Philipp Freimann, Mattias Grossenbacher, Marco Hürlimann, Simon Neuhaus und Patrick Willisch, zu Gefreiten Aline Augustin und Andreas Franz.