4500 Meldungen sind bei der bei Gebäudeversicherung heute schon eingetroffen, wie Peter Schiller, Abteilungsleiter Gebäudeversicherung, sagte. Es sind vor allem Hagelschäden gemeldet worden. Sie machen drei Viertel der Meldungen aus. Ein Viertel sind Sturmschäden, dazu kommen mehrere Dutzend Wassereinbrüche.

Bauer Daniel Koch: Sein Mais wurde vom Hagel komplett zerstört

Bauer Koch zum Unwetter

Besonders hart getroffen hat es die Bauern. Einer von ihnen ist Daniel Koch aus Villmergen. Zuckerrüben, Mais, Weizen, Äpfel: alles wurde zerhackt. «So etwas habe ich noch nie erlebt», sagt Koch im Video-Interview mit az. Koch ist seit 20 Jahren Bauer. Versichert gegen den Schaden ist er kaum. Er hat nur den Weizen gegen Hagel versichert, den Rest nicht. Grund: Es hat in der Gegend seit Jahren nicht mehr derart gewütet.

Totalausfall bei Bauern

Koch ist kein Einzelfall wie Ralf Bucher, Geschäftsführer beim Aargauer Bauernverband, gegenüber Radio Argovia erklärt. Viele Bauern seien nicht versichert, weiss Bucher. Sie erleiden nun einen Totalschaden. Denn jetzt, so kurz vor der Erntezeit, ist beim Getreide kaum noch was zu retten. Und auch das Obst in den betroffenen Gebieten ist zerstört.

Der Schaden betrage sicher mehrere Millionen Franken, sagt Schiller von der Gebäudeversicherung. Eine erste Schätzung zur Schadensumme könne die Gebäudeversicherung jedoch erst Ende Woche abgeben.

Schlimmstes Unwetter seit 2002

Auch könne die Zahl der Meldungen markant steigen. Die Erfahrung zeige, dass eine Verdoppelung der Meldungen vom ersten Tag nie auszuschliessen sei, so Schiller. Viele Leute seien in den Ferien oder würden die Schadensmeldung per Brief schicken. Die Zahl der Schäden könnte also leicht auf 9000 Fälle ansteigen.

Gemessen an der Zahl Schadenmeldungen handelte es sich laut Schiller um das schlimmste Unwetter seit 2002. Damals zog ein Hagelsturm über den Aargau. (rsn)