Muri

Schliessung der Asylunterkunft Muri ist für Gemeinderat eine Option

Fensterläden sind zu: Die Asylbewerberunterkunft in Muri ist von der Staatsanwaltschaft vorübergehend geschlossen worden. Eddy Schambron

Fensterläden sind zu: Die Asylbewerberunterkunft in Muri ist von der Staatsanwaltschaft vorübergehend geschlossen worden. Eddy Schambron

Falls der kantonale Sozialdienst nicht zusichern kann, dass keine kleinkriminelle, unkooperative und andere auffällige Asylanten mehr einquartiert werden, behält sich der Gemeinderat die Schliessung der Asylunterkunft vor.

Die Behörde «ist ganz entschieden der Meinung», dass solche Asylbewerber «in eine bewachte Anlage gehören, mit massiv eingeschränktem oder gar keinem Aktionsradius.» Der Gemeinderat würde es sehr begrüssen, wenn in der Murianer Asylunterkunft künftig Asylschutz suchende Familien untergebracht würden.

Die seinerzeit vom Bund zur Verfügung gestellte Unterkunft an der Klosterfeldstrasse steht auf Grundeigentum der Einwohnergemeinde Muri, ohne Baurecht, offenbar lediglich aufgrund einer vor über 20 Jahren getroffenen mündlichen Vereinbarung. Sie war in die Schlagzeilen geraten, weil ein hier wohnhafter Asylbewerber wegen Verdachts auf einen Mord in Brittnau verhaftet wurde.

Mehr Klagen von Anwohnern

«In den letzten zwei Jahren haben die Klagen von Anwohnern zugenommen», erklärte Gemeindeammann Josef Etterlin. Auch deshalb müsse das Sicherheitsdispositiv verstärkt werden. Schon 2010 habe der Gemeinderat seine Bedenken gegen die Unterbringung von problematischen Asylanten in Muri angemeldet. Die damals nach seiner Intervention in aargauischen und ausserkantonalen Asylunterkünften durchgeführten Razzien hätten zahlreiche Waffen, Handys, Drogen und Hehlerware zutage gefördert. «Es war schon damals offensichtlich, welcher Art von Nebenbeschäftigungen gewisse Asylanten nachgehen.»

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