Vergessen Sie eine schlechte Wetterprognose, wenn das Motocross Muri ansteht. Erstens stimmt sie nur halbwegs, wie sich am Sonntag gezeigt hat, und zweitens tut es dem Anlass keinen Abbruch, wenn es dann doch zu regnen beginnt. Das zeigte sich an der 44. Durchführung dieser Pfingstmontagstradition. Der organisierende Motorradsportclub (MRSC) Muri bot trotz oder auch dank dem Wetterumschwung Rennatmosphäre vom Feinsten.

Für die Trainingsläufe hatten die Fahrer der Kategorien Mini 85, Inter MX 2, Inter MX Open und Inter Sidecar hervorragende Bedingungen. Die Piste bot viel Grip und wurde zwischen den Läufen immer wieder ausgebessert. Viel Ansporn erlebten die jungen Nachwuchsfahrer, zwischen 7 und 15 Jahre alt, die sich auf der Strecke nichts schenkten und packende Duelle lieferten. Einen ersten Lauf absolvierten die Fahrer der Kategorie Inter MX 2 noch vor der Mittagspause, und ebenfalls trocken ins Ziel gelangten die Fahrer des ersten Laufs Inter MX Open danach. Als am Nachmittag der Regen einsetzte, wurde es für die Fahrer anspruchsvoller, zuerst für die Seitenwagenfahrer, die nach der ersten Runde schon «wie gemauert» aussahen. Für die zahlreichen Zuschauerinnen und Zuschauer hingegen wurden die Rennen noch spannender. Sie säumten, in Regenkleider gehüllt und unter Schirmen, den Pistenrand und liessen sich die gute Laune nicht verderben.

Motocross Muri

Motocross Muri

Der organisierende Motorradsportclub (MRSC) Muri bot trotz oder auch dank dem Wetterumschwung Rennatmosphäre vom Feinsten.

Das Motocross Muri bot jedoch mehr als Motorsport. Bei einer gerne besuchten Autogrammstunde unterschrieben die Fahrer Karten und Plakate für ihre Fans. Verschiedene Aussteller zeigten ihre Fahrzeuge, es gab einen Motocross-Kinderparcours und leistungsfähige Verpflegungsstände.

Das Organisationskomitee hatte dem Pfingstmontag angesichts der Wetterprognose mit einer gewissen Sorge entgegengeblickt. Umso glücklicher zeigte sich OK-Präsident Beat Gassmann, dass sich die Regenwolken vorerst zurückhielten und die Motocross-Freunde in beachtlicher Anzahl aufs Gelände strömten. «Alles gut», lacht er denn auch, noch bevor der erste Rennlauf gestartet wurde. Gut hatte auch der Aufbau funktioniert. «Es waren noch nie so viele Klubmitglieder aktiv daran beteiligt», stellte der Medienverantwortliche, Reto Keusch, fest. Besondere Freude hat der Club daran, dass der Zivilschutz sowohl beim Auf-, als auch beim Abbau mithilft.