Region Wohlen-Villmergen

Schlaglöcher werden nicht vermisst: Spatenstich für die 26-Millionen-Strassensanierung

Spatenstich am Nutzenbach: Projektleiter Marius Büttiker, Wohler Gemeindeammann Arsène Perroud, Baudirektor Stephan Attiger, Vertreter der Baufirma Notter, Villmerger Vizeammann Klemenz Hegglin (v.l.).

Spatenstich am Nutzenbach: Projektleiter Marius Büttiker, Wohler Gemeindeammann Arsène Perroud, Baudirektor Stephan Attiger, Vertreter der Baufirma Notter, Villmerger Vizeammann Klemenz Hegglin (v.l.).

Seit über 20 Jahren wurde an dem Freiämter 26-Millionenprojekt geplant. Nun hat die Sanierung der Querverbindung zwischen den beiden Bünztalachsen begonnen.

Die letzten Tage waren für die Autofahrer in der Region Wohlen und Villmergen nicht einfach. Bedingt durch die am Montag erfolgte Sperrung der Nutzenbachstrasse kam es zu Staus und zähflüssigem Verkehr. Mittlerweile hat sich die Lage spürbar beruhigt: «Der Individualverkehr hat sich auf die neue Situation eingestellt und Ausweichrouten gesucht. Mittlerweile müssen wir den Verkehrsdienst nur noch in den Verkehrsspitzen am Abend einsetzen», sagt Thomas Meile vom Departement Bau, Verkehr und Umwelt (BVU). Meile ist Leiter der Gesamtsanierung der Nutzenbachstrasse. An diesem auf knapp 26 Millionen Franken veranschlagten Projekt wurde gegen 25 Jahre lang geplant, die Bauphase wird bis Ende 2022 andauern.

«Endlich», sagte Gesamtprojektleiter Marius Büttiker, Leiter der Sektion Strassen 2 im BVU, am Spatenstich vom vergangenen Samstag. «1997», erklärte Büttiker weiter, «haben die Gemeinden Villmergen und Wohlen mit dem Kanton eine Vereinbarung über die angestrebte baldige Sanierung dieser rund 1,3 Kilometer langen Querverbindung zwischen den beiden Bünztalachsen unterzeichnet. Man sprach zu dieser Zeit schon von einem dringenden Handlungsbedarf, angesichts des maroden Zustands der Fahrbahn.»

«Alle wissen, dass eine Sanierung nötig ist»

«Der Zustand dieser wichtigen Verbindung ist schlecht, die Sicherheit schon lange nicht mehr gewährleistet – alle wissen, dass eine Sanierung dringend nötig ist», sagte Regierungsrat und Baudirektor Stephan Attiger. Die lange Planungszeit erkläre sich mit der Komplexität des Projekts: «Wir haben hier nicht nur Dutzende von Schlaglöchern, wir haben auch eine (zu) enge SBB-Unterführung, wir haben eine (zu) schmale Brücke über die Bünz, wir haben keine sichere Lösung für Fussgänger und Radfahrer und wir haben einen Bach neben der Strasse, der revitalisiert werden will. Mit diesem Projekt machen wir alles zusammen – wir sanieren die Strasse, wir beseitigen die Engnisse, wir bauen einen Fuss- und Radweg und wir renaturieren den Nutzenbach.» Insgesamt, gab sich der Baudirektor überzeugt, würden so nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch die Lebensqualität in der Region erhöht. Und deshalb gäbe es dafür auch Bundesbeiträgen aus dem Agglomerationsprogramm.

«Schlaglöcher, Engnisse, halsbrecherische Abbiegemanöver – wir werden die alte Nutzenbachstrasse nicht vermissen», sagte der Wohler Gemeindeammann Arsène Perroud. Über Jahrzehnte hinweg hätte diese Bünztal-Querverbindung immer wieder für Diskussionen und heisse Köpfe gesorgt. Jetzt endlich werde sie saniert. «Das», erklärte Perroud weiter, «seit auch aus der Sicht von Industrie und Gewerbe wichtig: «Die Nutzenbachstrasse erschliesst vier grosse Gewerbegebiet mit zusammen rund 12000 Beschäftigten. Die mit diesem Projekt verbundene Verbesserung der Verkehrssicherheit ist für die ganze Region bedeutend.»

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Autor

Toni Widmer

Toni Widmer

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